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Das Märchen vom sauberen Trinkwasser

Unser Wasser ist das Beste!

Klärwerk
30 Prozent des Wasserbedarfs werden heute mittels Abwasseraufbereitung gedeckt

Das deutsche Leitungswasser besticht laut Verbraucherschutz mit hoher Qualität. Dass die Grenzwerte für zunehmende Verunreinigungen regelmäßig angeglichen werden, fällt allenfalls jenen auf, die genau nachforschen. 

Wer auf Nummer sicher gehen will, und wem fades stilles Wasser ohnehin zu langweilig ist, dünkt sich mit dem Kauf von mit Kohlensäure angereicherter Flaschenware in Sicherheit. Kohlensäure verlängert die Haltbarkeit eines Flaschenwassers, und viele schwören auf den viel besseren Geschmack, weil sie stilles Wasser überhaupt nicht hinunter bekommen.

Den allermeisten dieser Wässer ist gemein, dass sich in ihnen mehr- oder weniger starke Spuren von Rückständen jener Stoffe nachweisen lassen, die eine Abwasseraufbereitungsanlage nicht herauszufiltern vermag. Aber die Mineralwässer stammen doch aus reinen Quellen! Stimmt. Doch woraus speist sich eine Quelle? Aus Grund- und Regenwasser. Beide können nur so rein sein, wie die Umwelt, der sie entspringen. Wenn die doch aber, wie mittlerweile jedem bekannt sein dürfte, von Pestiziden, Schwermetallen, Medikamentenrückständen und anderen Giftstoffen verunreinigt ist, schlägt sich das eben zwangsläufig auch in der Wasserqualität nieder. 

Doch nicht nur die Sünden der Neuzeit belasten unser Wasser. Allein die Verunreinigungen, die in den letzten 150 Jahren aus nicht abgedichteten Mülldeponien und Kiesgruben ins Grundwasser gesickert sind, oder die chemischen Industrieabfälle, die unsere Flüsse in den achtziger Jahren gelb gefärbt haben. Wo sind sie wohl geblieben?

Welche Funktion hat Wasser im Körper?

Die zentrale Aufgabe des Wassers im menschlichen Organismus ist seine Transportfunktion. Einerseits soll es die Nährstoffe zu den Zellen befördern, und andererseits Abbauprodukte und Gifte ausleiten. Es hat also auch eine Reinigungsfunktion inne. Eine Reinigungsflüssigkeit muss sauber sein, denn mit Schmutzwasser lässt sich nicht gut putzen. Die letzte Treppenhausreinigungsfirma unseres Mehrfamilienhauses pfiff darauf. Sie wischte alle knapp hundert Stufen mit ein und demselben Eimer Wasser. Ohne vorher zu fegen. Das langfristige Erscheinungsbild der Treppe muss ich wohl nicht beschreiben. 

Wasser kann nicht mehr Schmutz (Teilchen) aufnehmen, als es selbst enthält. Das ist ein osmotisches Gesetz. Das gleiche gilt für Getränke. Wer käme auf die Idee, sich mit Cola zu waschen?

Wenn nun das getrunkene Wasser mehr Teilchen (hierzu zählen auch Mineralien und Salze) enthält als die Zelle, an der es vorbeifließt, strebt der osmotische Gradient einen Ausgleich an, der das Wasser aus der Zelle in den wasserführenden Verdauungstrakt strömen lässt. Denn die Zellmembran ist semipermeabel und lässt nur Wassermoleküle hindurch. Größere Teilchen können die Membran nicht passieren. Je stärker das Gefälle zwischen beiden Seiten, desto mehr Wasser strömt aus. Das ist der Grund, warum Menschen, die Meerwasser trinken, verdursten. 

Will ich also meinem Körper wirklich mit Flüssigkeit versorgen, so muss die Teilchenkonzentration im zugeführten Wasser deutlich geringer sein als jene in der Zelle. Denn nur dann kann das Wasser in die Zelle strömen und somit den Körper befeuchten. Und nur im reinen Zustand verfügt Wasser über eine ausreichende Aufnahmekapazität von Teilchen. 

Die diesbezügliche Effektivität eines Trinkwassers lässt sich ohne Messgerät leicht durch reine Beobachtung überprüfen: Wie oft drängt es mich nach Genuss eines bestimmten Wassers zur Toilette? Je seltener, desto reiner war das getrunkene Wasser. Ein Wasser mit hoher Teilchenkonzentration zwingt mich viel öfter zum Wasserlassen, weil es den Körper durch den oben beschriebenen Effekt entwässert. Es läuft nicht nur einfach durch, sondern entzieht dem Körper wichtige Flüssigkeit.

Was tranken unsere Vorfahren?

Waldquelle
Sieht lecker aus

Regenwasser ist natürlich filtriertes Wasser. Genau genommen, wurde es destilliert. Durch Wärme von der Erde verdampft, zu Wolken aufgestiegen, und sauber wieder herabgetropft. Deshalb trinken Tiere am liebsten aus Pfützen, Tümpeln oder Seen. Sie wissen instinktiv, was gut ist. Mit Leitungswasser gefüllte Näpfe dienen allenfalls in Ermangelung von Alternativen zum Lippen befeuchten. Tiere können in vielerlei Hinsicht ein guter Indikator für das sein, was auch unserem Körper zuträglich sein könnte.

Ungeachtet der oben erwähnten Verunreinigungen, enthält das aus tieferen Bodenschichten zutage geförderte Wasser, abhängig von den lokalen geologischen Verhältnissen, mehr oder weniger Mineralien unterschiedlicher Art. 

Diese so angereicherten Wässer sind allerdings, evolutionär betrachtet, erst mit Beginn des Brunnenbaus auf den Speiseplan der Menschen getreten. Vorher trank auch unsere Spezies aus Seen, Flüssen oder Tümpeln. Und diese flachen Wässer waren sehr mineralarm. Die Natur hat uns also mineralarmes Wasser zugedacht. 

Wenn ich mir keinen Rat weiß, werfe ich immer gern einen Blick in die wilde Tierwelt, um zu schauen, wie sie es machen. Dass wir auf deren Instinkte vertrauen können, dürfte das Überleben aller Wildtiere beweisen, während 300.000 Menschen beim Tsunami starben, weil sie sich ihrer verkümmerten Intuition wegen nicht rechtzeitig aus der Gefahrenzone zurückgezogen haben.

Organische oder anorganische Mineralien?

Wassermelone
Eine hervorragende Mineralstoffquelle

Mineralwässer enthalten ihrem Namen nach sehr viele Mineralien. Jene vermag unser Körper in dieser anorganischen Form aber gar nicht aufzunehmen. Jedenfalls landen sie ob ihrer Teilchengröße nicht dort, wo wir sie benötigen, auch nicht in den Knochen, sondern werden entweder wieder ausgeschieden, oder lagern sich extrazellulär im Bindegewebe und an Gefäßwänden ab. Das gleiche gilt für unser Leitungswasser. Zur Veranschaulichung sollten die Kalkablagerungen in den Küchengeräten genügen.

Aber wir brauchen doch Mineralien! Natürlich, allerdings sind diese nur in organischer Form für unsere Zellen verfügbar. Und diese Form finden wir in Obst und Gemüse vor. Denn Pflanzen sind in der Lage, die anorganischen Bestandteile des Bodens in sich aufzunehmen und zu organisch gebundenen Mineralien zu verstoffwechseln. Diese sind dann an die geometrische Struktur des Fruchtwassers gebunden. 

Pflanzliches Fruchtwasser weist die gleichen Oberflächenspannungswerte auf wie unser Blut, und stellt somit eines der besten Wässer für unseren Körper dar. Außerdem enthalten die Pflanzensäfte Kofaktoren, die ein Einschleusen der Mineralien in unsere Zellen begünstigen.

Eine selbst angelegte Sole aus reinem Wasser und Natursalz kann ebenfalls eine gewisse Versorgung mit Mineralien gewährleisten. Denn Natursalz, z. B. Himalayasalz, enthält alle Elemente, aus denen auch unser Körper besteht. Raffiniertes Tafelsalz hingegen besteht nur noch aus Natriumchlorid, und leider auch künstlichen Rieselhilfen, und sollte deshalb aus der Küche verbannt werden.

Reines Wasser selbst gemacht

Wie kreiere ich mir ein reines Wasser? In Flaschenabfüllung werden nur wenige mineralienarme Marken angeboten.

Ein TDS (total dissolved solids) – Messgerät* zeigt in der Einheit ppm (parts per million) an, wie viele gelöste Stoffe sich im Wasser befinden. Ein Wert von 10ppm beispielsweise bedeutet zehn Teile bestimmter gelöster Stoffe auf eine Million Wassermoleküle. Mit diesem Gerät kannst du gekauftes Wässer und dein Leitungswasser testen. Und natürlich alle anderen Wässer, auf die du triffst.

Eine zweite Messeinheit, auf die sich das Gerät umswitchen lässt, ist Mikrosiemens. Hiermit wird die elektrische Leitfähigkeit des Wasser angezeigt. Je mehr Ionen, also gelöste Stoffe, sich im Wasser befinden, desto höher ist seine Leitfähigkeit.

Zur ersten Orientierung hier ein paar Durchschnittswerte: 

– Leitungswasser Berlin: ca. 350 ppm

– Gebirgsbach in den Alpen: unter 50 ppm

– Schwedischer See: 5 ppm

– Osmosewasser: 7 ppm  

Die Messwerte geben jedoch keinen Aufschluss darüber, welche Stoffe im Wasser gelöst sind.

Für Menschen, die weder direkten Zugang zu einer Bergquelle, noch zu einem skandinavischen See haben, lohnt sich langfristig die Anschaffung einer Wasserfilteranlage*.

Messergebnis von Leitungswasser
TDS Messgerät misst Osmosewasser
Messergebnis von Osmosewasser

Manchmal wird Osmosewasser mit destilliertem Wasser gleichgesetzt. Letzteres führt Gerüchten    zufolge bei   Trinken den Tod herbei. Dies liegt daran, weil es sich bei industriell hergestelltem   Wasser dieser Art nicht um   natürlich dampfdestilliertes, sondern um ein mittels Chemikalien   gereinigtes Wasser handelt.

Umkehrosmose - sinnvoll oder Werbegag ?

Die Umkehrosmosetechnologie stammt ursprünglich aus der Raumfahrt. Verunreinigtes Wasser wird durch eine halbdurchlässige Membran gedrückt, die lediglich die vergleichsweise kleinen Wassermoleküle passieren, und alle größeren Teilchen an der Membran zurück lässt. Das Ergebnis ist reines Wasser. So konnten die Astronauten ihren eigenen Urin zu Trinkwasser recyceln. 

Die Umkehrosmose ist, wie der Name schon andeutet, eine umgekehrte Osmose. Bei der natürlichen Osmose strömt Wasser quasi drucklos durch eine semipermeable Membran, weil es das osmotischen Gefälle zwischen zwei durch sie voneinander abgegrenzten, unterschiedlich konzentrierten Flüssigkeiten auszugleichen bestrebt ist. Es handelt sich also um eine Art Sog bzw. Unterdruck. Dabei fließt das reinere Wasser solange in Richtung des unreineren, bis auf beiden Seiten eine nahezu gleiche Konzentration an Teilchen besteht. 

So kommt es, je nach Grad des Konzentrationsgradienten, auf der Seite der reineren Flüssigkeit zum Volumenverlust. Das „unreine“ Wasser steht hier auch stellvertretend für Salzwasser und andere natürliche Flüssigkeiten.

Schema für Osmose und Umkehrosmose

Die Umkehrosmose kehrt diesen Prozess um. Durch künstlich erzeugten Druck auf das unreine Wasser werden die kleinen Wassermoleküle durch die halbdurchlässige Filtermembran gepresst, wobei die größeren, die die Verunreinigung charakterisieren, an der Membran abgebremst werden, so dass nur das reine Wasser hindurch treten kann. Zur Effektivitätssteigerung ist die Membran mehrfach zu einer Rolle aufgewickelt und weist damit eine sehr große Fläche auf. Im Inneren dieser Rolle führt ein Abflussröhrchen das Schmutzwasser ab.

In den Umkehrosmoseanlagen werden der Membran mehrere Vorfilter vorgeschaltet, die die groberen Partikel zurückhalten sollen, um die Membran zu schonen. Sedimente, anorganische Mineralien, Kalk, Hormone, Nitrat, Schwermetalle, Medikamentenrückstände, radioaktive Teilchen u.a. werden von ihr zurückgehalten. Da selbst Bakterien, Viren und Pestizide größer als Wassermoleküle sind, werden auch die herausgefiltert.

 Filtrationsmethoden im Vergleich 

 Partikel-Filtration: ca. 10   Mikrometer (menschliches Haar) 

 Makro-Filtration: ca. 5 Mikrometer   (Blutzelle) 

 Mikro-Filtration: ca. 0,1 Mikrometer   (Bakterien) 

 Ultra- Filtration: ca. 0.01   Mikrometer  (Viren)

 Nano-Filtration: ca. 0,001   Mikrometer (Pestizide)

 Membran-Filtration: ca. 0,0001   Mikrometer (Wassermolekül)

Der Retec Osmosefilteranlage 600 GPD* sind den oben beschriebenen Komponenten sowohl eine Keimsperre, als auch ein Bio-Energie-Modul, eine Art Revitalisierungselement, nachgeschaltet, welches das gefilterte Wasser energetisiert und in seine natürliche Struktur zurückführt. Denn letztere büßt jedes Wasser ein, sobald es seinen natürlichen Weg verlassen hat, um durch das künstliche Rohrsystem unserer städtischen Wasserversorgung gepresst zu werden. Das mittels des Bio-Energie-Moduls verwirbelte Wasser erhält seine ursprüngliche, hexagonale Struktur zurück, und ist damit noch besser zellverfügbar.

Auftisch-Filteranlage

Wer sich das Gefummel unter der Spüle ersparen möchte, und über ausreichend Stellfläche verfügt, kann sich für eine Variante entscheiden, die ohne Wasseranschluss auskommt, und noch dazu ein Element der moderne Küche bildet. Die KFLOW-Osmosefilteranlage benötigt lediglich einen Stromanschluss, da sie das zu filternde Wasser über einen integrierten Wassertank bezieht. Bezüglich ihrer Filterleistung steht sie der oben beschriebenen Anlage in nichts nach.

Wie aufbewahren? Plastik, Glas oder Edelstahl?

Falls du gleich mehr Wasser als nur für den unmittelbaren Bedarf filtern willst (da vor jeder Verwendung das Wasser ein Weilchen ablaufen soll, um eventuell rückgestaute Verunreinigungen abfließen zu lassen), für unterwegs oder um größere Mengen unmittelbar verfügbar zu haben, fülle das gefilterte Wasser nicht etwa in Plastikflaschen ab, sondern in Glasflaschen und/oder -karaffen. Letztere bieten durch den Vorteil der größeren Öffnung die Möglichkeit, Wassersteine zur zusätzlichen Energetisierung des Wassers mit einzulegen.

Plastikflaschen enthalten meist Bisphenol A (BPA), das sich besonders bei Befüllung mit Osmosewasser aus dem Materialverbund herauslösen und in die Flüssigkeit übergehen kann. Bisphenol A hat hormonähnliche Eigenschaften, und kann unter anderem bei Frauen zu Unfruchtbarkeit führen. Des Weiteren entwickeln sich bei Sonnenbestrahlung der BPA-haltigen Flasche cancerogene (krebserregende) Substanzen. Doch gerade die Sonnenbestrahlung hat die Kapazität, das gefilterte Wasser auf positive Weise zu beleben. Dies gilt jedoch nur für in Glas befindliches Wasser.

Frau sitzt mit ECOtanka in der Hand auf Baum
Die ECOtanka ist als miniTANKA für unterwegs besonders praktisch

Als Flaschen eignen sich auch ausgediente Glas-Pfandflaschen, bei denen du die Alu-deckel langfristig ersetzen solltest, da sich bei öfteren Auf-und Zuschrauben Aluminium-Abrieb am Flaschengewinde ablagert, das, gerade beim direkt-aus-der-Flache-Trinken in deinen Körper übergeht. In diesem Fall ist dann doch Plastik die bessere Alternative, da das Wasser in der aufrecht stehenden Flasche nicht mit der verhältnismäßig kleinen Oberfläche des inneren Deckelteils in Berührung kommt.

Für unterwegs empfehle ich die unzerbrechliche und leichtere Alternative: Die Eco Tanka* ist aus hochgradigem Edelstahl 304 (18/8) gefertigt, und somit garantiert stabil in Bezug auf Resistenz und Reaktionsfreudigkeit auf flüssige Substanzen. Geruchs- geschmacksneutral und antibakteriell, ist sie leicht und hygienisch zu reinigen. Und dabei zu 100% recyclebar.

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