Histologisches Präparat des Dünndarms
histlogischer Schnitt vom Dünndarm

Erfahre hier, wie deine Nahrung verdaut wird, was auf diesem komplexen Weg schief laufen kann, und wie du deinem Darm zurück zur optimalen Funktion verhelfen kannst. Lese auch, welche Rolle das Mikrobiom deines Darmes für guten Schlaf im Besonderen, und für körperliche und psychische Gesundheit im Allgemeinen spielt, und wie deine Ernährung dieses Gesamtsystem beeinflusst

Der Darm - mehr als ein Verdauungsschlauch

Ob die Welt nun ausgerechnet auch noch auf meinen Beitrag zum mittlerweile allgegenwärtigen Thema Darmgesundheit gewartet hat, sei dahin gestellt. 

Fakt ist, dass es ein hochspannendes Sujet ist und bleibt, und mich, auch als Betroffene, bereits 2005 begeisterte, wenn auch bis dato rein histologisch und anatomisch. Denn vielmehr Informationen waren damals noch nicht verfügbar, jedenfalls nicht an der Uni. Ich erinnere mich, wie ich zu jener Zeit in Erwägung zog, nur des Darmes wegen vom cand. med. dent. in die Humanmedizin zu wechseln.

Diesem faszinierenden Organ muss, als nach innen gestülpte Fortsetzung der Haut, mit einer auf 400 Quadratmeter geschätzten Fläche, und damit größten Kontaktfläche zur Außenwelt, mehr Bedeutung innewohnen als eine reine Transportfunktion. 

Unsere Haut ist nämlich nicht nur Spiegel unserer Seele, sondern hauptsächlich unseres Darmes. So können Hautprobleme immer auch einer Erkrankung des Darmes zugrunde liegen. Letztere lässt sich jedoch nicht durch die rein makroskopische Untersuchung einer Darmspiegelung nachweisen, und wird deshalb oft übersehen.

Und welche Rolle die uns besiedelnden Bakterien spielen, deren Anzahl das zwei- bis dreifache derer unserer Körperzellen beträgt, ist noch längst nicht hinlänglich erforscht.

Tennisfeld zur Veranschaulichung des Größe eines ausgefalteten Darms
Unser Darm lässt sich in etwa auf die Größe eines Tennisfeldes ausfalten

Gut gekaut ist halb verdaut ?

Man muss die Verdauung als Ganzes betrachten, und so beginnt sie bereits im Mund. 

Halt! Sie wird bereits über Augen und Nase in die Wege geleitet, indem im Mund schon vor dem ersten Bissen das Wasser zusammen läuft. Hunger, ein hierzulande selten gewordenes Phänomen, sei vorausgesetzt. Und dann gilt: Gut gekaut ist halb verdaut. Denn die Amylase, genauer das Ptyalin, ein Enzym, das sich während gründlichen Kauens aus der Ohrspeicheldrüse zum Nahrungsbrei dazugesellt, leistet bereits hier die wichtigste Arbeit im Sektor Kohlenhydrat-Verdauung. 

Sie spaltet Mehrfachzucker, wie Stärke, in Einfachzucker. Deshalb wird z.B. Brot durch intensives Kauen immer süßer im Mund. Außerdem werden von hier aus die nachfolgenden Organe darüber in Kenntnis gesetzt, was sie weiter unten erwartet. So regen beispielsweise Bitterstoffe über Rezeptoren im hinteren Bereich der Zunge die Magensäureproduktion an.

Sorgfältiges Kauen erspart dem Magen viel Arbeit und Zeit. Er muss dann keine größeren Brocken mehr zerkleinern, sondern kann sich auf seine eigentliche Funktion konzentrieren, das Zersetzen des Nahrungsbreis. Zu große Brocken schafft er nämlich gar nicht, und schickt sie resigniert weiter in den Dünndarm, der damit auch nichts Rechtes anzufangen weiß. 

So können all die vielleicht wichtigen Stoffe in diesen Brocken gar nicht resorbiert werden, und gelangen im besten Falle unverdaut durch den Dickdarm ins Klo, wo sich der Betrachter, so er Dank eines Flachspülers noch die Möglichkeit dazu hat, über unversehrte Mais- oder Sonnenblumenkerne wundert. 

Im schlechteren Fall jedoch können die zu großen Nahrungsbestandteile zu Allergien führen, indem sie bei Bestehen eines leaky gut unerlaubt die Darmwand durchschreiten, und dort das Immunsystem alarmieren. Und der ein oder andere Kirschkern soll mitunter schon im Wurmfortsatz gelandet sein, um dort für Aufruhr zu sorgen.

Noch ärger betrifft das unzureichende Kauen die Proteinverdauung, denn die beginnt im Magen. Mit zu großen Eiweißbrocken ist der Dünndarm überfordert, und spätestens im Dickdarm beginnen sie Dank der dort ansässigen Bakterien zu faulen.

Rohkostgericht
Rohkost ist Slowfood

Wir sollten uns also unbedingt Zeit nehmen zum Essen. Gerade die Rohkost ist als unbedinges Slow Food zu behandeln, denn sie ist schwerer verdaulich als Gegartes und deshalb besonders auf sorgfältiges Kauen angewiesen. 

Ein Vitamix* kann prima Vorarbeit leisten, aber ihm fehlt halt die Amylase. Natürlich hat die Industrie, wie bereits für Laktose- und Fruktoseunverträglichkeiten zuvor, auch hierfür eine Lösung: Amylase-Präparate. 

Aber damit nicht genug. Um die Nahrung optimal aufnehmen zu können, muss der uns entspannende Parasympatikus aktiv sein, damit der Speichel schön wässrig ist. Dessen Schleimgehalt erhöht sich nämlich zu einem zähflüssigen Resultat, wenn der Stressnerv am längeren Hebel sitzt. Außerdem wird die Verdauung dann insgesamt ausgebremst

Der Mund - Türsteher unseres Immunsystems

Auch die Immunabwehr beginnt im Mund. Zunächst werden große Mengen mit der Nahrung eintreffender Bakterien, Pilzen und Viren mit einer durchschnittlichen Tagesmenge von anderthalb Litern Speichels in Richtung Magen geschwemmt, der sich dann um weitere Vorgehensweisen kümmert. 

Speichel enthält Zähne und Mundschleimhaut pflegenden Schleim, antibakterielle Stoffe wie Lysozym, Laktoferrin und Immunglobuline. Mit deren Hilfe wird unerwünschten Eindringlingen schon direkt vor Ort der Garaus gemacht. Frische Wunden oder Mückensticke mit Spucke zu betupfen oder direkt zu belecken, ist keine eklige Erfindung von Großtanten, sondern verbessert nachweislich die Wundheilung.

Unsere noch älteren Vorfahren hatten eine weitere sehr effektive und wehrhafte Waffe gegen pathogene Keime: ein intaktes bakterielles orales Ökosystem. „Gute“ Bakterien hielten die „schlechten“ in Schach, indem sie bestimmte Toxine freisetzten. 

Bevor die Landwirtschaft in unserer Kultur Einzug hielt, womit der Verzehr kohlenhydratreicher Nahrung, wie Getreide und raffinierte Zucker, zunahm, waren in der Mundflora der Menschen kaum Zucker liebende Bakterien vertreten. Jene Staphylokokken und Streptokokken machten es sich dort erst so richtig gemütlich, als sich ein für sie optimales Nahrungsangebot etabliert hatte. Jedes Ökosystem passt sich nämlich immer den gegebenen Bedingungen an. 

Diese Strepto- und Staphylokokken verursachen nicht nur Karies, indem sie Zucker in den Zahnschmelz angreifende Säuren umwanden, sondern auch Scharlach, Angina, Hirnhaut-, Haut- und Lungenentzündungen, Angst und Depressionen. Unsere Urbakterien haben sie jedenfalls erfolgreich und irreversibel* abgetötet. Deshalb müssen wir heutzutage Zähne putzen.

*eine strikte Steinzeitdiät bis ans Lebensende könnte u.U. die alte Flora wiederbeleben.

Der Magen - je saurer, desto besser

Über die Speiseröhre gelangt der Speisebolus in den Magen.

Spezielle Zellen des Magenepithels (Belegzellen) produzieren die Salzsäure, wohingegen andere Zellen im gleichen Gewebe (Nebenzellen) die Magenwand selbst mittels einer von ihr eigens produzierten, mit basischem Bicarbonat getränkten Schleimbarriere, vor Verätzung schützen. Sonst würde sie mitverdaut.

Das stark saure Milieu des Magens bringt die begonnene Kohlenhydratverdauung vorerst zum Erliegen, kümmert sich jetzt um die Zerkleinerung und Durchmischung des noch festen Nahrungsbreis, und fängt schon mal mit der Eiweißverdauung an. 

Proteine werden durch den Säureangriff denaturiert und mit Hilfe des Enzyms Pepsin in kleinere Bestandteile, die Peptide, zerlegt. Die weitere Proteinverdauung wird im Dünndarm fortgesetzt, wo die noch zu großen Bausteine mit Unterstützung weiterer Eiweiß spaltender Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse in Oligopeptide und Aminosäuren gespalten werden.

Die Verfügbarkeit der für die jeweils verzehrten Nahrungsmittel notwendigen Enzyme richtet sich laut dem Gesetz der adaptiven Selektion danach, wie gewohnt größere Mengen bestimmter Nahrung für das Verdauungssystem sind. Das bedeutet beispielsweise, dass der Verzehr eines größeren Stückes Fleisch für einen Vegetarier oder gar Veganer zu Krämpfen und Koliken führen kann, weil die Bauchspeicheldrüse im Laufe einer vegetarisch resp. veganen Ernährung die Produktion der notwendigen Enzyme aus Gründen der Effizienz und Energieersparnis heruntergefahren hat. Erst ein behutsames Wiedereinführen kleinerer Mengen der ungewohnten Kost würde die Enzymproduktion langsam wieder steigern.

Die Magensäure ist ein wichtiges Element der Darmabwehr, denn nur wenige Bakterien überleben diesen Säureschock im pH-Bereich zwischen 1 und 3 unbeschadet. Dies gilt leider auch für viele probiotische Kulturen, die oft ihr Ziel, den Dickdarm, gar nicht erreichen, es sei denn, sie sind in magensäureresistente Kapseln verpackt. Diese können allerdings den Darm schädigende Kunststoffe, wie Acrylate, enthalten.

Laktobazillen können den Säureangriff überstehen. Aber auch weniger nette Zeitgenossen, wie Salmonellen, Escherichia coli und Helicobacter haben ihr Leben an dieses saure Milieu angepasst.

Säureblocker - nein danke!

Der niedrige pH-Wert der Magensäure ist für eine zuverlässige Abwehr unerwünschter Keime und die reibungslose enzymatische Verarbeitung der Nahrung unabdingbar. Die dort ansässigen zuständigen Enzyme arbeiten, wie jedes Enzym, nur in einen für sie optimalen pH-Bereich zuverlässig.

Bei Auftreten von Reflux und damit verbundenem Sodbrennen sollte deshalb nicht unbedacht auf Protonenpumpenhemmer, Basenpulver oder andere Säureblocker zurückgegriffen werden, weil bereits eine minimale Säurehemmung die Proteinverdauung blockieren kann. 

Unverdaute Eiweißbestandteile haben ein enorm allergenes Potential, denn wenn sie durch undichte Stellen im Darm in die Blutbahn gelangen, lösen sie dort, vom Immunsystem als Antigene wahrgenommen, entsprechende Reaktionen aus. 

Ratsam wäre es, bei oben genannten Symptomen zuerst nach den Ursachen zu forschen. Oft liegt einem Reflux ein zu spätes und zu reichhaltiges Abendessen zu Grunde, das in der Horizontallage aus dem noch vollen Magen zurückfließen kann. In diesem akuten Fall kann es hilfreich sein, das Bett am Kopfende etwas zu erhöhen, so dass die Schwerkraft den Nahrungsbrei im Magen hält. 

Natron
Auch die Einnahme von Natron als sogenanntes Basenpulver ist nicht unbedenklich.

Langfristig sollte das letzte Essen mengenmäßig reduziert und zeitlich weiter nach vorn verlegt werden. Wenn jedoch die Ursache in Medikamenten oder Nahrungsunverträglichkeiten liegt, ist die Sache natürlich nicht so leicht zu beheben.

Zum Thema Enzyme sei ergänzend angemerkt, dass deren körpereigene Produktion bereits ab der Pubertät mit jedem Lebensjahrzehnt um 10 bis 13 Prozent abnimmt. Deshalb können wir zwangsläufig mit den Jahren nur noch immer kleiner werdende Mengen an Essen vertragen, ohne einem Völlegefühl zu erliegen. Schade eigentlich.

Der Dünndarm - Aufspaltung und Resorption

Der aus dem Magen im Dünndarm ankommende saure Nahrungsbrei wird zunächst mittels eines Bikarbonat-Beitrags der Bauchspeicheldrüse und von der Galle spendierten Gallensalzen abgepuffert und neutralisiert. Denn im Dünndarm ist ein basischer pH-Wert erwünscht, weil die dort aktiven Enzyme für ihre Wirksamkeit auf diese Umgebungsbedingungen angewiesen sind. Die zuverlässige Funktion des Magenpförtners, eines ringförmigen Schließmuskels am Magenausgang, sorgt dafür, dass sich die so nah aneinander grenzenden Atmosphären mit ihren so verschiedenen pH-Werten nicht in die Quere kommen.

Die im Magen unvollendete Eiweißverdauung wird mit Hilfe von Pankreasproteasen im Dünndarm fortgeführt. Zerlegt in Di-, Tripeptide und Aminosäuren, können sie jetzt über spezielle Transportproteine durch die einlagige, aber mannigfach plissierte Dünndarmschleimhaut aufgenommen werden. Letztere bietet durch ihre straffe Faltung in Krypten und Zotten eine Resorptionsfläche von bis zu 400 Quadratmetern. Und das bei makroskopisch lediglich drei bis sechs Metern Länge (je nach Kontraktionszustand) und einem Durchmesser von ca. drei Zentimetern. Hier werden achtzig Prozent des Wassers (geschätzte zehn Liter täglich), das größtenteils aus Drüsensekreten stammt, aufgenommen.

Die im Mund begonnene, und im Magen unterbrochene Kohlenhydratverwertung setzt sich unter Einwirkung der pankreatischen Alpha-Amylase im Dünndarm fort. Aus größeren Molekülen wie Poly- (Stärke) und Disacchariden (Zucker) entstehen Monosaccharide (Glucose, Galactose und Fructose). Die Einfachzucker werden über spezifische Transporter durch das Dünndarmepithel ins Blut geschleust. Die vom menschlichen System unverdauliche Zellulose, eine noch größere Molekülkette als die Stärke, kann dem Verdauungstrakt als Ballaststoff dienen.

Laktose, der viel umstrittener Milchzucker, wird wegen des weitverbreiteten physiologischen Mangels an Lactase (für ca. 75 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung stellt Laktoseintoleranz den Normalfall dar) vom Darm so langsam absorbiert, dass er im Darmlumen osmotisch wirksam bleibt. Das heißt, es sammelt sich durch die lange Verweildauer der betreffenden, unzureichend spaltbaren, und nicht absorbierbaren Oligosaccharide Wasser im Darm an, was sich als wässriger Durchfall bemerkbar machen kann. Übersteht die Laktose diesen Effekt, kann sie im Dickdarm von den dort ansässigen Bakterien zu toxischen Substanzen umgebaut werden. Im Glücksfall jedoch wird Laktose von der Lactase in Galaktose und Glucose zerlegt. In Ermangelung des zuständigen Enzyms wird es von Betroffenen mitunter substituiert, oder sie greifen direkt auf laktosefreie Produkte zurück. Denn das Märchen von der Milch als wichtigem Kalziumlieferanten hält sich leider hartnäckig. Warum sonst sollten wir sie trotz der sich inzwischen immer weiter verbreitenden Laktoseintoleranzen und –unverträglichkeiten, und angesichts der breiten Fülle pflanzlicher Alternativen, weiterhin konsumieren? Des Geschmackes wegen? Da gibt es Abhilfe: Nach diversen Experimenten mit Pflanzenmilch bin ich unlängst auf die Milchalternative von Harvest Moon gestoßen. Deren gründliches Tüfteln hat ein Ergebnis hervorgebracht, das sich geschmacklich nicht mehr von echter Milch unterscheiden lässt, soweit ich mich erinnern kann. Ich musste mich nach dieser Entdeckung wieder von der Süße meines mittlerweile liebgewonnenen Haferdrinks entwöhnen. Nun gibt es wirklich keinen Grund mehr, den Kälbern ihre Milch wegzutrinken.

Kuh auf der Wiese
Rinder sind Vitamin B12-Selbstversorger

Die Fettverdauung ist wegen der schlechten Wasserlöslichkeit etwas aufwändiger, aber auch sie beginnt mit der Zerlegung in ihre Einzelbestandteile. Beteiligt daran sind die Lipase im Magen, die pankreasspezifische Phospholipase und essentiell die Gallensalze, die die Emulgierung der Fette fördern. Aus Triglyceriden werden freie Fettsäuren und Monoglyceride, die in einer relativ komplexen Verpackungsaktion durch die Darmzellen über die Lymphe in den Blutkreislauf gelangen. Genauso wird mit den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K verfahren.

Die wasserlöslichen Vitamine, wie zum Beispiel C und B, werden teils aktiv, teils passiv resorbiert.

Zu dumm, dass Vitamin B12 erst im Dickdarm gebildet wird. Sonst müssten Veganer es nämlich gar nicht supplementieren. Wiederkäuer können sich das sparen, auch wenn sie ebenfalls auf dieses Vitamin angewiesen sind, denn sie haben durch die Rückwärtsbewegung des Nahrungsbreis Zugriff auf ihr selbst produziertes B12. Hunde, Katzen und Kaninchen, bei denen die Verdauung wie bei uns nur in eine Richtung geht, behelfen sich in Mangelsituationen instinktiv mit dem Verzehr ihrer eigenen Exkremente. Letzteres ist also keine Unart, die es zu unterbinden gilt, sondern eine Selbsthilfemaßnahme. Menschliche Allesfresser sind fein raus, wenn sie die Produkte der Wiederkäuer konsumieren. In deren Milch und Fleisch ist Vitamin B12 für sie verfügbar.

Der Dünndarm bietet mit seiner einlagigen Zellschicht nur wenig Schutz gegen mechanische Einwirkung. Das gleicht er jedoch mit einer ausgesprochen raffinierten chemischen und immunologischen Abwehr aus, die direkt hinter der Darmwand lauert.

Der Dünndarm ist relativ dünn von Bakterien besiedelt. So soll es jedenfalls sein, um eine bakterielle Konkurrenz um die Aufnahme essentieller Nahrungsbestandteile, wie z.B. Vitamine, zu vermeiden. Aber auch Bakterien halten sich nicht immer an Regeln.

Und wenn sie sich über die Ileozäkal- bzw. Bauhinklappe aus dem Dickdarm in den Dünndarm ausbreiten, wie auf neu erschlossenem Land, kann das zu massiven Problemen des Betroffenen führen. SIBO (small intestinal bacteria overgrowth) ist eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms. Sie kommt oft durch übermäßigen Alkohol- und Zuckerkonsum zustande (wobei der Alkohol auch indirekt über Zuckervergärung entstehen kann). Eine weitere Ursache kann die Störung von Abwehrmechanismen sein. Dazu gehören ein Mangel an Magensäure (durch langfristige Einnahme von Magensäure-blockern), verlangsamter Transport des Nahrungsbreis, körperliche Inaktivität oder ein gestresstes Darmnervensystem. Durch die Gift- und Gasbildung der überwuchernden Bakterien kommt es zu unklaren Bauchbeschwerden mit Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Auf Grund der schweren Zugänglichkeit des Dünndarms sind sowohl Diagnose als auch Behandlung schwierig. Bei Verdacht hat sich ein Aushungern der Bakterien bewährt, indem für eine bestimmte Zeit auf alle schnellvergärbaren Mehrfachzucker wie Fructane und Inulin verzichtet wird.

Leaky gut Syndrom - die durchlässige Darmwand

Das leaky-gut-Syndrome, der sogenannte “durchlässige Darm”, beschreibt die Auflösung des festen Zusammenhalts (tight junctions) der einzelnen Dünndarmzellen untereinander. Dieser temporäre oder auch lang andauernde Zustand der Darmbarriere ist unphysiologisch, also vom Körper so nicht vorgesehen. 

Einem leaky gut können verschiedene Ursachen zugrunde liegen.

– chronischer Stress
– bakterielle Fehlbesiedlung des Darms
– Schwermetallbelastung (z.B. durch bestehende oder nicht fachgemäß entfernte Amalgamfüllungen,
– Glyphosatbelastung (besonders hoch bei Verzehr konventioneller Gemüse- und
 Getreidesorten)
– übermäßiger Verzehr von Antinährstoffen

Ein bestehendes leaky gut-Syndrom lässt sich gezielt über einen Stuhltest nachweisen.
Zonulin als spezifischer Marker deutet hierbei auf einen positiver Befund hin.

Der Dickdarm - das Mikrobenparadies

Der Dickdarm ist wohl der am meisten gebeutelte Teil des Verdauungssystems. In seinen nur anderthalb Metern Länge weist er einen größeren Durchmesser auf als sein vorgeschaltetes Darmrohr, wodurch akut das Tempo der Nahrungsbreipassage gedrosselt wird. Wobei von Nahrung hier eigentlich keine Rede mehr sein kann, denn sämtliche Nährstoffe sollten zuvor vom Dünndarm verwertet worden sein. Während die Masse vergleichsweise zügig den Dünndarm durchlaufen hat, bewegt sie sich nun ohne Zeitdruck gemütlich weiter. Dies allerdings nur schubweise. Das ebenfalls einlagige Dickdarmepithel weist nur Krypten auf. Hier werden das restliche Wasser und Salze resorbiert, und Muzine als Gleitmittel abgesondert.

Im Dickdarm manifestieren sich die meisten Darmprobleme. Fünfzehn Prozent der Bevölkerung leiden unter chronischer Verstopfung. Weitere fünfzehn Prozent fühlen sich von ihrem Reizdarm geplagt. Ein ganzes Drittel aller deutschen Därme ist mit Divertikeln gestraft.

Darmspiegelung, Hydrocolontherapie und auch der klassische Einlauf finden nur im Dickdarm statt. Auch unphysiologische Polypen und Divertikel, die kleinen Ausstülpungen, die, wenn sie sich auf Grund ihres Nischendaseins entzünden, zu heftigsten Schmerzen führen können, sind im Colon lokalisiert.

Das Beste am Dickdarm sind seine Bewohner. Ungefähr dreißig Prozent des Trockengewichts des Stuhls sind bakteriellen Ursprungs. Die überwiegend anaeroben Bakterien produzieren aus Ballaststoffen kurzkettige Fettsäuren, fabrizieren Vorstufen von Hormonen und andere sinnvolle Dinge. Eine menschliche Darm-Mikrobiota kann im besten Fall bis zu tausend Spezies umfassen. Leider trifft das nur noch auf wild lebende Naturvölker zu. In unserer zivilisierten, industrialisierten Welt können wir allein mit der Hälfte derer zufrieden sein.

Stuhlgang - (k)ein Thema für ein Tischgespräch

Wie viel und wie oft wird immer wieder neu diskutiert. Am besten so, wie jeder sich wohlfühlt. Jedoch muss bei eher seltenen Toilettengängen bedacht werden, dass wir über den Darm entgiften. Verweilt die Faeces unnötig lange im Darm, kann es u.U. zu Rückvergiftungen kommen, was sich in verschiedensten Körpersymptomen äußern kann.

Toilettenbürste
Ein gesunder Stuhlgang macht die Toilettenbürste überflüssig

Wer kennt nicht das Gefühl, dass nach dem Stuhlgang irgendwie noch etwas drin geblieben ist? Auch „Bremsspuren“ in der Toilettenschüssel können darauf hindeuten. Jene seien laut Expertenmeinung unphysiologisch. Sie lassen eher vermuten, dass sich diese (ernährungsbedingten) Schmierspuren, so sie regelmäßig auftreten, durch den gesamten Darm ziehen und dort ebenso haften bleiben. Somit lagert sich bei kontinuierlichem Bestehen dieser Stuhlbeschaffenheit über die Jahre Schicht um Schicht an den Darmwänden ab, so dass sich das Lumen, der eigentliche Hohlraum des Darmes, stetig verengt. 

Der ursprüngliche Darmdurchmesser kann sich auch zu Gunsten einer weiterhin ungehinderten Stuhlpassage vergrößern. Der Darm „leiert aus“. Und es sammeln sich im Laufe der Jahre beträchtliche Mengen alten Kotes an, die schlussendlich im zunehmenden Bauchumfang sichtbar werden. Der Heilpraktiker Gunther W. Schneider nennt dieses Phänomen in seinem Buch “Biotop Mensch”* „Kotbauch“. Diesen wird man am nachhaltigsten durch Ernährungsumstellung los. Bereits das Weglassen Gluten-haltiger Nahrungsmittel kann Wunder wirken. 

Wer es eilig hat, kann diesen sogenannten Biofilm, der den gesamten Darm auskleiden kann, mit Hilfe einer speziellen Darmreinigung* loswerden. Denn diese alten Ablagerungen können die Resorption von Nährstoffen behindern, und darin verstecken sich auch gern pathogene Keime, um von dort aus ungestört ihr Unwesen zu treiben. 

Das Präparat enthält neben einem extrem quellfähigem Pflanzenpulver, gewonnen aus der Okraschote, fermentierte Rindenfasern einer Ölpalme. Diese dringen in den zähen Biofilm ein, um letzteren mit Hilfe des eingangs erwähnten Quellvermögens des Okrapulvers aus seiner Verankerung zu hebeln und loszulösen. Dieser sanfte Prozess ist vollkommen schmerzfrei und hat nichts mit Abführen zu tun.

Ich persönlich war mit dieser Darm-Detox-Kur* sehr zufrieden. Das in diesem Zusammenhang erforderliche Fasten ist kinderleicht, denn das Quellmittel in der zu trinkenden Flüssigkeit wirkt durchaus sättigend. Damit dieses Getränk einigermaßen schmeckt, habe ich die halbe Menge des Wassers illegal durch zuckerfreien Apfelsaft ersetzt. Sonst wäre es mir schwer gefallen, diese Menge in so kurzer Zeit zu trinken.

Der Biofilm, der sich schon bald in der Toilette zeigt, fördert eine Menge interessanter Objekte zu Tage, die sich ohne das Mittel wohl nie gelöst hätten. Da finden sich alte, verhärtete Kotreste, Schleimfäden und nicht selten auch makroskopisch sichtbare Parasiten. Wer keine fäkalen Berührungsängste hat, kann sogar Spaß daran haben, die gelösten „Fahrradschläuche“ aus dem Hintern zu ziehen (Gummihandschuh macht`s möglich), um sie ggf. anschließend eingehend und fasziniert zu betrachten. Doch leider wird diese Thematik bei den meisten Mitmenschen immer noch allerhöchstens hinter vorgehaltener Hand diskutiert. Schade.

Verstopfung - wenn hinten zu ist

Toilettentür mit Spinnennetz

Von einer Verstopfung, im Fachjargon auch Obstipation genannt, kann die Rede sein, wenn der Stuhlgang nur bis zu drei mal wöchentlich erfolgt. Ein Qualitätskriterium des mühsam hinausbeförderten Kotes ist dabei seine Härte. Durch die lange Verweildauer im Dickdarm wurden der Faeces immer mehr Wasser entzogen, so dass einerseits die Gleitfähigkeit massiv eingeschränkt ist, und andererseits der Auswurf schmerzhaft sein kann, weil der relativ starre Brocken an der Haut um den Schließmuskel ziept.

Immer erfordert das Herausbefördern einer so harten Masse mehr oder weniger Kraftaufwand. Dieses Leiden betrifft 10 bis 15 Prozent der deutschen Bevölkerung.

Schon gelegentliche Verstopfungen können einem den Tag verdrießen. Denn die Portion, die noch drinnen steckt, obwohl sie längst draußen sein sollte, wird allein rein sensorisch vom Betroffenen als Störfaktor empfunden. Doch auch, und gerade auf Körperebene, wirkt sich die lange Verweildauer des harten Brockens aus. Denn es handelt sich dabei schließlich um ein Abfallprodukt, das der Körper nicht mehr braucht. So kann es unter anderem zu Rückvergiftungen kommen.

Chronische Verstopfungen, die über Jahre bestehen, als gegeben hinzunehmen, scheint in den meisten Fällen die einzige Lösung zu sein. Das Abführmittel, mag es noch so pflanzlich sein, wird irgendwann zum täglichen Gefährten. Na klar, ohne das geht gar nichts mehr. Der Darm gewöhnt sich an alles.

Doch selbst, wenn es bereits soweit gekommen ist, kann es Hilfe geben. Vorausgesetzt, ernsthafte Ursachen wurden vom Fachspezialisten ausgeschlossen. Wenn die Verstopfung plötzlich auftritt, oder sehr lange anhält, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Verklebungen der Faszien im Bauchraum - viszerale Osteopathie

Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich alle Stoffwechselprozesse. Dies betrifft leider auch die Verdauung. Es werden längst nicht mehr die Mengen vom Körper benötigt und verstoffwechselt, nach denen der Körper in jungen Jahren verlangte. Ein permanentes Zuviel wird als mehr oder weniger sicht- und spürbare Masse in verschiedenen Körperarealen angelagert. Allen voran der Bauch.

Einer eventuell hinzukommenden, stagnierenden Darmperistaltik können, besonders bei Frauen, Verklebungen der Faszien im Bauchraum zu Grunde liegen. Diese Verklebungen schränken den normalerweise frei im Bauchraum beweglichen Darm in seiner Motilität ein. Ursächlich hierfür kann eine (auch unerkannte) Endometriose sein.

Selbst Schulmediziner raten mittlerweile von korrigierenden Operationen ab, weil jeder invasive Eingriff im Bauchraum neue Verklebungen nach sich zieht. Die viszerale Osteopathie kann hier jedoch mit gezielten Handgriffen Wunder vollbringen!

Die wichtigsten Maßnahmen für eine Normalisierung des Stuhlgangs

Regelmäßigkeit. Täglich zur gleichen Zeit, und ohne Zeitdruck. Regelmäßigkeit programmiert den Darm auf seine zu verrichtenden Aufgaben. Ohne Zeitdruck heißt jedoch nicht, ewig erfolglos auf der Toilettenbrille zu verharren. Dann lieber wieder aufstehen. Sonst gewöhnt sich der Darm auch das Trödeln an. Riesige Kreuzworträtsel zu lösen oder gar ein Buch dabei zu lesen, halte ich also für nicht förderlich. Das lenkt die Konzentration vom eigentlichen Prozess ab. Auch wenn es meiner Erfahrung nach hilfreich sein kann, den willentlichen Druck und die Erwartung aus der Angelegenheit zu nehmen (Druck erzeugt Gegendruck und damit erneut Stress), so dass sich die Wurst wie nebenbei löst. Da genügt oft als Ablenkung schon das Lesen der Zutatenliste des Duschgels. Maximal ein leichtes Sudoku.

Ausreichend Trinken. Wenn es nun schon soweit ist, dass der Kot so hart ist, hilft nur noch hinausdrücken. Mittels eigener Kraft oder unter Mithilfe von Ballaststoffen. Im härteren Fall kann ein Einlauf Erlösung bringen. Damit es bei der nächsten Portion erst gar nicht soweit kommt, musst du genug trinken! Insbesondere eine die Darmperistaltik anregende, erhöhte Ballaststoffzufuhr macht vermehrtes Trinken erforderlich, weil Ballaststoffe sonst nicht aufquellen, und somit ihre positive Wirkung nicht entfalten können.

Bedenke, dass klimatisierte Umgebungen den Körper zusätzlich austrocknen, was wiederum ein Angleichen der Trinkmenge erforderlich macht.

Wenn du musst, dann geh! Mehrmaliges Ignorieren dieses Bedürfnisses führt zur Resignation des Enddarms, mit dem Resultat, dass der braunen Masse noch mehr Wasser entzogen wird, was den Härtegrad weiter erhöht.

Gerade bei chronischer Verstopfung kann manchmal eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ursächlich sein. Ich kenne einen Fall, bei dem das Weglassen glutenhaltigen Getreides eine jahrzehntelange Verstopfung löste.

Du kannst testweise auch andere Nahrungsmittelgruppen weglassen, zum Beispiel Milchprodukte. Der Erfolg lässt bei positivem Ergebnis nicht lange auf sich warten.

Bewegung ist selbstverständlich auch ein prima Tool, dem Darm auf die Sprünge zu helfen. Kreisende Massagen im Uhrzeigersinn können ebenfalls unterstützend wirken.

Stress bringt alle Darmfunktionen zum Erliegen, da er in diesem Fall all seine Energie an das Kampf- und Fluchtsystem des Körpers abgeben muss. All zu großer Stress wirkt zwar wiederum abführend, doch Durchfall ist ja auch keine Dauerlösung. Sorge also wenigstens für die Zeit deines Stuhlgangs für innere und äußere Entspannung.

Erste-Hilfe-Ballaststoffe können Flohsamenschalen und Pflaumen sein. Da jedoch jeder Körper einzigartig ist und individuelle reagiert, kann es sein, dass selbst bewährte klassische Tipps wirkungslos bleiben. Deshalb ist es ratsam, nicht aufzugeben und weiter zu testen, welches natürliche Mittel DEINEM Darm hilft loszulassen.

Inulin zum Beispiel kann als präbiotischer Ballaststoff Wunder wirken. Allerdings ist dabei, gerade für untrainierte Därme, wichtig, mit kleinen Mengen zu beginnen. Ein Daumenkuppen – großes Stück Topinambur (roh oder gegart unter das Essen gemischt) kann genügen, den Darm in Wallung zu bringen. 

Achtung! Ein Zuviel an Inulin (auch in Schwarzwurzel enthalten) vermag den Darm (gefühlt) zu sprengen, und verleitet somit dazu, Inulin – haltige Lebensmittel für immer vom Speiseplan zu streichen. 

 

Einläufe gegen Autismus ?

Ein Einlauf kann die Zusammensetzung der Mikrobiota sowohl in positive als auch negative Richtung verschieben: In seinem Buch „Scheiß Schlau“* berichtet David Perlmutter * von akuten Zustandsverbesserungen autistischer Patienten, denen er probiotische Einläufe verschrieb. 

Ein Einlauf hingegen, der mit nicht abgekochtem Leitungswasser durchgeführt wird, der weder den pH-Wert des Enddarmes noch die dort vorherrschenden osmotischen Verhältnisse (Salzgehalt) berücksichtigt, kann zwar die Verstopfung lösen, der der Eingriff primär gilt, jedoch kann er anschließend ein Schlachtfeld hinterlassen. Einerseits gelangen Keime und andere Verunreinigungen aus dem Wasser in den Darm, können sich dort ausbreiten und ihr Unheil treiben, und andererseits wird das bis dato bestehende Milieu zerstört, weil osmotische Gradienten möglicherweise erwünschte Bakterien zum Platzen bringen und deren Lebensbedingungen außerdem durch den per Wasserdusche zerstörten pH-Wert, der im Dickdarm eher im sauren Bereich liegt, verschlechtern. 

Der Darm ist ein sensibles Gebilde, ihm ist bei Zugang von hinten kein Magen vorgeschaltet, der mittels seiner Säure unerwünschte Eindringlinge ausschaltet.

Zu beachten ist also unbedingt, dass das Wasser vorher abgekocht wurde. Besser noch eignet sich gefiltertes Wasser. Eine optimale Mischung, die auf die physiologischen Gegebenheiten des Enddarmes abgestimmt ist, gibt´s in der Apotheke. Wir neigen angesichts unserer unappetitlichen Exkremente zu der Annahme, es sei egal, was wir da hinten hineinpumpen. Doch das fragile Ökosystem reagiert schon auf winzigste Veränderungen. Wichtig ist also auch die Temperierung der Einlaufflüssigkeit auf 37 Grad. Starke Abweichungen führen zu unerwünschten Reizungen, die das Halten des Wassers erschweren können. Die Hinzugabe von zwei Teelöffeln Salz auf einen Liter Wasser berücksichtigt den Salzgehalt im Dickdarm und verhindert somit ein Austrocknen der Darmschleimhaut.

Der Schlauch darf keine Luft mehr enthalten, vor dem Einführen also unbedingt komplett mit Wasser fluten. Es gibt verschiedene Stellungen, die für einen solchen Eingriff geeignet sind. Mir gefällt das Liegen auf der linken Seite am besten, da diese Position einer Entspannung sowohl des Schließmuskels als auch des Unterbauches zuträglich ist. Nach dem Einführen des Schlauches ist auch ein Wechsel in die Rückenlage mit angewinkelten Beinen möglich. Und ganz wichtig ist ruhiges Atmen.

Im Rahmen von Fastenkuren werden Einläufe sogar explizit empfohlen, um Rückvergiftungen zu vermeiden. Dem Wasser können dabei auch spezielle Wirkstoffe beigefügt werden, so schwören beispielsweise viele auf Kaffee – Einläufe.

Erfahrungsbericht über meinen ersten Einlauf

Für mich persönlich bestand die Schwierigkeit primär darin, das Analstück des Irrigators schmerzfrei einzuführen. Nach einigen vergeblichen Versuchen brach ich mein Vorhaben heulend ab. Ich hatte geahnt, dass es Probleme geben könnte, und wollte wegen dieser Bedingung des begleiteten Fastens schon im Vorfelde beinahe nicht mitmachen. 

Habe mir dann in meiner Verzweiflung eine Hydro-Colon-Behandlung gegönnt, was sowohl angesichts des Preises als auch der Intensität der Spülung dekadent war. Außerdem war der Analstutzen noch um ein Vielfaches dicker als jener meines Irrigators. Wirklich absurd. Aber der wurde vor dem Einführen eingefettet

Das war das ganze Geheimnis! Beim nächsten Mal klappte es dann zu hause also mit dem eingefetteten Einführen in der ungefähren stabilen Seitenlage, doch die Handhabung des den Zulauf manuell zu steuernden Hahnes gestaltete sich schwierig, da jener ob seiner Schwergängigkeit beim einhändigen Drehen das nun endlich steckende Analstück herauszuhebeln drohte, welches dem Hahn unmittelbar nachgeschaltet war. Und selbst, wenn das Aufdrehen gelang, stürzte anschließend das Wasser, der Schwerkraft folgend, einem Sturzbach gleich den Gummischlauch hinunter ins Rektum, dass die akut daraus resultierenden Unterbauchkrämpfe kein darauf folgendes zwanzigminütigen Halten des Wassers zuließen. 

Erschwerend kam hinzu, dass ich nicht sehen konnte, wie viel Wasser sich noch im Behälter befindet, ob ich es bald geschafft hatte oder doch noch lange nicht. Denn der Behälter war wegen des relativ kurzen Schlauches, der ja aber ein bestimmtes Gefälle erreichen, also steil verlaufen musste, außerhalb meines Sichtfeldes angebracht. Nämlich am Handtuchhalter hinter mir. 

Nach einigen Minuten hatte ich den Eindruck, es flösse trotz geöffneten Hahnes gar kein Wasser mehr. Wenn ich meine Vermutung hätte verifizieren wollen, fürchtete ich durch eine dazu erforderliche Drehung meines Körpers das Herausrutschen des Analstückes. Einen für diesen Fall dienlichen Spiegel hatte ich in meinen Vorbereitungen nämlich nicht eingeplant. Aber nun lag ich ja bereits unbeweglich auf dem Boden des Badezimmers, mit dem Schlauch im Hintern. 

Es stellte sich dann heraus, dass ich, in unzureichender Kenntnis des anatomischen Verlaufs meines Enddarmes, die Öffnung des Stutzens an die Darmwand gedrückt haben musste, was folgerichtig den Wasseraustritt behindert hatte. Zu dem Zeitpunkt war das Wasser bereits um einige Grad abgekühlt.

Der perfekte Einlauf

Einlaufgerät
Der Klyso macht den Einlauf zum Kinderspiel

Der nächste Einlauf erfolgte mit dem Klyso*. Eine fabelhafte Erfindung. Während dein individueller Wasserbehälter übersichtlich neben dir steht, pumpst du mit einem Saug-Druck-System das Wasser komfortabel so in dich hinein, dass du es kaum merkst. Denn auf diese durch dich selbst gesteuerte Weise kannst du bei jedem Stoß nur so viel Flüssigkeit mit der gewünschten Druckintensität einlaufen lassen, wie es deinem System entspricht. Es lassen sich somit sowohl das Einlauftempo als auch die Menge steuern. 

Der Klysma V3 besteht aus zwei kürzeren Schläuchen, denen eine Art Blasebalg in Eiform zwischengeschaltet ist. Der wiederum teilt sich durch eine Membran in zwei Hälften, von denen beim Zusammendrücken die eine das Wasser ansaugt, während die andere das Wasser in gleichem Maße über den zweiten Schlauch weiterleitet. Das Wasser kann dabei nur in eine Richtung fließen.

Hydro Colon Therapie - Darmreinigung von außen

Diese Form der Darmspülung wird von Insidern bis zu dreimal pro Jahr empfohlen. Sie verspricht das Lösen von alten, verkrusteten Kotresten im Dickdarm. Dazu wird abwechselnd warmes und kaltes Wasser durch einen Schlauch geleitet, dessen zweigeteiltes Analstück sowohl als Wasserzufuhr, als auch als Abfuhr fungiert. 

Währenddessen massiert der Behandler den Bauch im Bereich des Dickdarms, besonders an den Übergangen vom aufsteigenden zum transversalen und zum absteigenden Teil. Die sich dadurch ablösenden Stücke können durch ein Sichtfenster im Abflusskanal der Anlage begutachtet werden. 

Da der Dickdarm normalerweise immer zu zwei Dritteln gefüllt ist, dringt diese Methode bei der ersten Sitzung maximal bis zum Colon transversum, dem horizontalen zweiten Drittel des Dickdarms, durch. 

Ich persönlich sehe diese Methode, ähnlich wie den Einlauf als unnatürlich an, denn kein Tier in der Natur greift auf diese Variante der Stuhlentleerung zurück. Außerdem handelt es sich bei dem verwendeten Wasser um Leitungswasser, das, wie im Kapitel Einlauf bereits erwähnt, verheerende Wirkung auf das Darmmilieu haben kann. Ich jedenfalls litt danach unter einer zwei Wochen andauernden schmerzhaften Colitis.

Abführen - Darmreinigung von innen

Glaubersalz war gestern. Der Trend geht zur Cassia fistula. Um den Darm wirklich sauber zubekommen, wie es beispielsweise eine Darmspiegelung erfordern würde, könntest du zwischen diesen beiden Varianten wählen. Leider ist das gängige Mittel immer noch das Glaubersalz. Bittersalz (Magnesiumsulfat-Heptahydrat) und Glaubersalz (Natriumsulfat-Decahydrat) sind zwar zwei unterschiedliche chemische Verbindungen, erzielen aber den gleichen Effekt und werden deshalb in diesem Text synonym verwendet. Beiden liegt die Osmose als Wirkmechanismus zugrunde. Mittels ihrer Elektrolyte entziehen sie dem Körper Wasser, welches den Stuhl im Darm derart verflüssigt, dass dies eine durchfallartige Darmentleerung zur Folge hat. Dabei verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralien.

Über diese Überreizung des Körpers hinaus greifen Bittersalze die Darmstruktur sehr stark an und verändern akut das Ökosystem des Darms. Einer finnischen Studie zufolge geriet die Darmflora 25 untersuchter gesunder Probanden bereits nach einmaliger Anwendung derart und einhellig aus dem Gleichgewicht, dass die Gesamtzahl der Keime um das 31-fache gesenkt wurde. Erst nach zwei Wochen war sie wieder auf die Ursprungszahl angestiegen

Cassia fistula - die sanfte Art

Während Bittersalze aggressive Abführmittel sind, die ausschließlich diese Funktion verfolgen, ist die Cassia fistula*, auch indischer Goldregen oder Mannastange genannt, ein Entgiftungsmittel, das durch seine abführende Nebenwirkung den besseren Zweck erfüllt, noch dazu einen deutlich sanfteren. Die Cassia fistula, eine im asiatischen Raum beheimatete, längliche Frucht, kann entgiftend wirken, da sie während ihrer Passage durch den Dünndarm Gifte an sich bindet, die, wenn sie am Übergang zum Dickdarm, der Bauhin-Klappe, im Rahmen einer Rückvergiftung ins Blut übergehen, leichte Krämpfe verursachen, die zu einer raschen Ausscheidung des osmotisch verflüssigten Darminhaltes führen. Die eventuellen Krämpfe sind dabei um ein Vielfaches leichter erträglich als jene, die das Glaubersalz auslöst.

Cassia fistula
Die gelartigen Scheibchen der aufgebrochenen Cassia fistula Schote lassen sich gut lutschen

Die gelartigen, süßen Scheibchen der Cassia fistula lassen sich gut lutschen. Für eine abführende Wirkung bedarf es derer 6 bis 12. Noch besser bewährt hat sich das nächtliche Einweichen einer Tischtennisball-großen Menge in 100 ml Wasser. Am Morgen werden die festen Bestandteile gründlich ausgesiebt, woraufhin der leckere Saft trinkfertig ist. Nach ca. zwei Stunden kann die Wirkung einsetzen und bis zu insgesamt acht Stunden anhalten. Während dieser Zeitspanne kommt es im Durchschnitt zu zwei bis drei Entleerungen. Es empfiehlt sich, eine Toilette in der Nähe zu haben.

Eine Abfuhr, die den Zweck einer ersten Erleichterung bei Verstopfungssymptomatik verfolgt, und dabei nicht unbedingt den gesamten Darm ausräumt, lässt sich beispielsweise mit der Share-Pflaume* , einer speziellen fermentierten Pflaumenart, oder mit Sauerkrautsaft verwirklichen.

Von der Anwendung chemischer Laxativa würde ich persönlich generell die Finger lassen, da sich die Auswirkungen auf die Darmflora nicht ermessen lassen.

Von regelmäßiger Anwendung jeglicher Abführmittel rate ich dringend ab, weil sie durch den Gewöhnungseffekt die natürliche Darmperistaltik noch weiter reduzieren, so dass sie unter Umständen irgendwann gar nicht mehr ohne funktioniert.

Der täglichen Einnahme von ein bis zwei Backpflaumen oder fermentierten Säften hingegen ist nicht entgegenzusetzen. Sie können einen trägen Darm sanft unterstützen.

Das Mikrobiom. Die Mikrobiota des Darms

Das Mikrobiom umfasst das gesamte Genom aller sich in einem Ökosystem tummelnden Bakterien. Bei der Mikrobiota, von der hier eigentlich die Rede sein soll, handelt es sich um die Gesamtheit der Mikroben an sich. Dieser Exkurs grenzt seine mikrobiellen Betrachtungen auf den Bereich des Darmes ein. 

Auch auf die Gefahr hin, hier Verwirrung zu stiften, weil sich der Begriff Mikrobiom im allgemeinen Sprachgebrauch zur Bezeichnung der sogenannten Darmflora etabliert hat, werde ich in diesen Ausführungen der Korrektheit halber an der Bezeichnung Mikrobiota festhalten.

Die Geburt - Startschuss für die Besiedlung des Darms

Neugeborenes schläft
Die Art der Geburt entscheidet über die Zusammensetzung des Mikrobioms

Die Mikrobiota des Darmes entsteht während der Geburt. Zur Zeit des Entstehens dieses Textes scheiden sich die Geister, ob der Darm eines Neugeborenen steril ist oder nicht. Wenn wir jedoch grob von der ersten Hypothese ausgehen, findet die Bakterienbesiedelung des Darmes während und nach der Geburt statt. 

Das Baby hat bei natürlicher Geburt gezwungenermaßen mit der zu diesem Zeitpunkt durch Lactobazillen optimierten Vaginalschleimhaut der Mutter intensiven Kontakt und auch danach, beim ersten Stillen, sowohl mit der Bakterienflora um die Brustwarze, als auch den Inhaltsstoffen der Muttermilch. So initiiert, reift die Mikrobiota incl. Immunsystem des Kindes heran, und je nach Ernährungsform nach dem Abstillen, formt es sich weiter individuell aus. Da das Baby quasi die Bakterienarten der Mutter übernimmt, wird es eine ähnliche Flora ausbilden wie letztere.

Im Falle eines Kaiserschnittes sieht die Sache anders aus. Die ersten Bakterien, mit denen das Baby Kontakt hat, sind die Hautbakterien und jene auf den Gummihandschuhen und Kitteln des Klinikpersonals. Diese werden seine Mikrobiota ein Leben lang dominieren, was von Anfang an zu Beschwerden führen kann, da sich die Zusammensetzung seiner Bakterienstämme so sehr von der seiner Mutter unterscheidet. 

Das kann zwangsläufig Unverträglichkeiten, allein der Muttermilch, zur Folge haben, und weiterhin, auf Grund des daraus resultierenden Kampfes des Immunsystems, Allergien, Nahrungsunverträglichkeiten, Asthma, Neurodermitis u.a. langfristige Komplikationen auslösen. Sogenannte Schrei-Babies leiden die ersten drei Monate ihres Lebens unter starken Bauchschmerzen, da sie wegen ihres eigenen, von der Mikrobiota der Mutter stark abweichenden, die Muttermilch nicht gut verdauen können.

Einflüsse auf die Mikrobiota

Himbeertörtchen
Sind das unsere Gelüste oder die unserer Darmbakterien?

Die Tatsache berücksichtigend, dass wir zehnmal mehr Mikroben auf und in uns beherbergen, als eigene Körperzellen, lässt die Frage aufkommen, wer hier wen beeinflusst.

Die Mikrobiota des Darmes befindet sich in ständigem Wandel. Die eine Bakterienspezies vermehrt sich, andere sterben. Es ist ein Kommen und Gehen. Das Gleichgewicht steht und fällt schon mit kleinsten Umgebungsveränderungen.

Neben den oben genannten basalen postnatalen Faktoren beeinflussen folgende Komponenten die Zusammensetzung der Bakterienflora:

Die Ernährung

 Die Diversität der intestinalen Mikrobiota korreliert sehr stark mit der Ernährungsweise. Eine abwechslungsreiche Mischkost trägt zur Ansiedlung von verschiedensten Stämmen im Darm bei, denn jede Spezies hat, um es salopp zu sagen, ihren eigenen Geschmack. Eine Spezies fühlt sich nur dann willkommen und zum Niederlassen eingeladen, wenn sie sich vor Ort gut versorgt fühlt. Wie im Großen, so im Kleinen. 

Eine reichhaltige Mikrobiota ermöglicht natürlich auch eine größere Bandbreite an prozesshaften Fähigkeiten im Körper, denn jede Art verrichtet dort ihre eigene spezifische Aufgabe. 

Eine einseitige Ernährung hingegen, die womöglich auf Weißmehlprodukten und Zucker basiert, kann folgerichtig nur eine einseitige Darmflora unterstützen, die dann natürlich von gelegentlicher Ballaststoffzufuhr komplett überfordert ist. Das nehmen Betroffene gern zum Anlass, letztere doch sofort wieder vom Speiseplan zu streichen, weil sie halt nicht vertragen werden!

Im Grunde füttern wir mit dem, was wir uns über die Nahrung zuführen, nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Darmbakterien.

Der Dünndarm ist im Normalfall kaum von Bakterien besiedelt. In ihm findet die Resorption aller verwertbaren Substrate statt, so dass im Idealfall den im Dickdarm dem Futter harrenden Mikroben nur noch jene unverdaulichen Teile zu verwerten bleiben, die wir Ballaststoffe nennen. Wenn auf Grund zu großer Nahrungsmengen und beispielsweise zu eiweiß-lastiger Nahrung der Dünndarm nicht mit der Resorption hinterher kommt, landen unzulänglich aufgespaltene Bestandteile im Dickdarm. Von der dort ansässigen Mikrobiota hängt nun ab, ob und inwieweit sie die Nahrungsüberschüsse weiterzuverarbeiten imstande ist.

Die gute Nachricht ist, dass sich die Mikrobiota bereits binnen zwei bis vier Wochen an eine Ernährungsumstellung anpassen kann. Jedoch bedarf es für eine dauerhafte Änderung ihrer Zusammensetzung eines längeren Durchhaltevermögens. Als ungefährer Richtwert lässt sich folgende Formel veranschlagen: Pro Jahr einer Darm-assoziierten Problematik ist ein Beibehalten der neuen Ernährung von einem Monat vonnöten. Bei zehn Jahren anhaltender Symptomatik kämen wir somit auf zehn Monate. Generell sollte man dann auch langfristig die Ernährungsform weitestgehend beibehalten, die sich auf dem Weg zur Heilung bewährt hat. Ein gewisser Kern der Mikrobiota, nennen wir ihn Stammkundschaft, bleibt bei jeder Nahrungsumstellung erhalten.

Einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Darm hat eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, denn Bakterien und Darmwand benötigen zum Gedeihen ein feuchtes Milieu. Die täglichen zwei Liter sollten hier Standard sein.

Nahrungsmittel-Intoleranzen

Nahrungsunverträglichkeiten  deuten auf einen Mangel jener Bakterien hin, die zum Verdauen des jeweiligen Stoffes fähig wären. Eine vorsichtige Zufuhr von anfangs noch kleinen Mengen des Probleme bereitenden Essens kann dessen Verstoffwechslung im Darm trainieren, weil sich dadurch einerseits die zuständige Spezies vermehrt, und andererseits entsprechende verdauungsfördernde bedarfsspezifische Enzyme produziert werden. 

Handelt es sich um immunologisch bedingte Unverträglichkeiten, die sich in diversen, mehr oder weniger gravierenden Symptombildern, wie z.B. Neurodermitis, manifestieren können, liegt diesen meist ein leaky gut zugrunde, dann muss natürlich zuallererst genau dort angesetzt werden.

Bewegung

Bewegung ist sowohl für die Darmperistaltik, als auch für die Durchmischung der Bakterienarten von großer Bedeutung. Zur Verdeutlichung kann vielleicht die Analogie zu einem stehenden Gewässer hilfreich sein. Dieses unbewegte Milieu neigt viel schneller dazu „umzukippen“, als dies bei einem fließenden Gewässer der Fall wäre. Denn in letzterem wird das Ökosystem kontinuierlich durchmischt, wodurch es stabil bleiben kann.

Frau steht am Laptop
Stehen ist das neue Sitzen

Unsere Körper sind nicht zum dauerhaften Sitzen konstruiert. Dennoch ist Sitzen die gängigste Körperhaltung des größten Teils der Menschheit. Expertenmeinungen zufolge ist uns die tägliche Bewältigung von 35 km zugedacht. Zu Fuß. Nicht mit dem Auto. Das scheint natürlich illusorisch. Unsere lahmgelegten und eingequetschten Därme würden sich fürs erste vielleicht schon über eine Stunde Bewegung pro Tag freuen.

Eine gängige Methode, den Darm auf Trab zu bringen, ist also mäßiger Sport. Wer hätte das gedacht!? Ist ja logisch, wenn der Darm durchgeschüttelt wird, kommt die Verdauung in Bewegung. Spaziergänge sind besser als nichts, aber langsames Laufen ist effektiver. Jedoch sollte das Tempo immer im aeroben Bereich bleiben, weil wir für eine moderate Darmaktivität den entspannungsfördernden Parasympatikus brauchen. 

Überschreiten wir die Schwelle in Richtung anaerob, wird der sympathische Strang des Nervensystems aktiviert. Der jedoch sorgt dafür, dass alle für Kampf- oder Flucht nicht förderlichen Aktivitäten eingestellt werden, wozu eben auch die Darmperistaltik gehört.

Wer an Outdooraktivitäten keinen Spaß hat, der darf auch zu hause bleiben. Vorausgesetzt, er/sie ist im Besitz eines Trampolins. Nicht irgendeines. Das Bellicon* ist kein reines Ding zum Spaß haben, sondern es ist ein Allheilmittel. Durch seine mittels Gummiseilen extrem abfedernde Sprungfläche schont es einerseits die Gelenke, fordert jedoch andererseits die Muskulatur, und zwar besonders jene stabilisierende Tiefenmuskulatur, die es in unserem meist bewegungsarmen Leben so dringend nötig hat. 

Selbstverständlich ist es ebenso ein Sportgerät, mit dem so gut wie jede Muskelgruppe trainiert werden kann. Allein reines Schwingen aus dem Stand hat spürbar positive Auswirkungen auf die Po- und Wadenmuskulatur. Außerdem, um zum Thema zurückzukehren, bringt das sanfte Schwingen den Darm in Wallung.

Dieses fabelhafte Gerät vermag es überdies, das angespannte Nervensystem herunterzufahren, leichtes Schwingen fühlt sich an, wie sanft geschaukelt zu werden. Und dies kommt dann wiederum unserem Darm zugute.

Was das Bellicon* darüber hinaus von Konkurrenzprodukten abhebt, ist die optimale Abfederung mittels vieler einzelner Gummibänder, wodurch die Sprungmatte an jeder Stelle individuell an das auftreffende Gewicht angepasst werden kann. 

Intermittierendes Fasten

Intermittierendes Fasten ist eine Möglichkeit, dem Darm die nötige Ruhe zu gönnen, die er zur eigenen Regeneration und zur Bewältigung all der Aufgaben benötigt, für die er über die Verdauung hinaus zuständig ist. 

Bereits sechzehn Stunden Schonzeit genügen fürs erste. Die erreicht man, je nach Biorhythmus, ganz einfach, indem man ca. vier Stunden vor dem Zubettgehen die letzte Mahlzeit zu sich nimmt, und erst sechzehn Stunden später mit dem Frühstück beginnt. 

Wem die Zeit zu lange erscheint, der kann sie ggf. mit einem morgendlichen kleinen Smoothie überbrücken. Wer beispielsweise um sechs Uhr abends aufhört zu essen, kann schon um zehn Uhr morgens weitermachen! Aber Schokolade, Nüsse und Chips sind innerhalb der Fastenphase passé, denn jeder Bissen aktiviert den Darm. 

Und auch zwischen den Mahlzeiten am Tage sollten mindestens vier Stunden Pause eingelegt werden. Die noch bis vor Kurzem gängige Befürwortung vieler kleiner Mahlzeiten über den Tag verteilt ist inzwischen widerlegt.

Umweltgifte und Medikamente - tabula rasa im Darm

Das äußerst sensible Ökosystem unseres Darmes ist leicht aus der Bahn zu werfen. Ein Breitbandantibiotikum vermag eine friedliche Flora mit einem Schlag effektiv und nachhaltig vom Tisch zu wischen. Der Name deutet darauf hin, dass es nicht gezielt einen bestimmten Feind bekämpft, sondern leider gleich alle. Und das Ergebnis betrifft nicht nur den Darm, sondern auch unsere gesamte Haut und Schleimhaut. Denn auch unsere Häute sind mit einem dichten Teppich aus wichtigen Bakterien übersät. Deshalb gehen antibiotische Eingriffe zum Beispiel oft mit vaginalem Pilzbefall einher. Da das Antibiotikum nur die Bakterien bekämpft, können die normalerweise geringen, und damit harmlosen Mengen an Hefen und Pilzen nun die Vorherrschaft übernehmen.

In der Mikrobiota des Darmes überleben einen solchen Angriff oft nur die besonders robusten bzw. resistenten Keime. Die können sogar davon profitieren, indem sie sich nun über die frei gewordenen Nischen ausbreiten. Das kann schnell gehen, wenn sie sich stündlich einmal teilen. Und wenn im worst case ein Clostridium difficile die Oberhand gewinnt, dann gute Nacht! Wenn die begleitenden massiven Durchfälle nicht nachlassen, hilft oft nur noch eine Stuhltransplantation. Übrigens gehört eine überschaubar Menge von Clostridien in jeden Darm, ohne dass sie eine Infektion auslöst. Erst das antibiotische Abtöten der guten, weniger resistenten Stämme, kann zur massenhaften Vermehrung des Clostridienstammes beitragen.

Nebenbei bemerkt, sind die meisten Atemwegsinfekte viral bedingt, da wäre der Einsatz eines antibakteriellen Mittels völlig nutzlos. Also besser nicht vorschnell einnehmen, auch wenn viele Ärzte es noch kritiklos verordnen.

An alternativen antibiotischen Therapien wird intensiv geforscht. Heute werden bereits selektiv wirkende Mittel eingesetzt, die gezielt die zu bekämpfenden Pathogene ausschalten. Und es gibt natürlich auch die natürliche Methode, die sich der antimikrobiellen Eigenschaften bestimmter Pflanzen bedient. Bei weniger dramatischen Infekten lohnt es sich allemal, folgendes Rezept einem klassischen Antibiotikum vorzuziehen. Dazu sollte man es natürlich für diesen Fall vorbereitet haben. Da man jedoch laut dem Gesetz der Resonanz dann erst recht erkranken kann, empfehle ich dies nur jenen, die tendenziell regelmäßig flach liegen.

Rezept:

700 ml Apfelessig

4 Esslöffel (EL) gehackter Knoblauch

4 EL gehackte Zwiebel

4 EL geriebener Ingwer

2 EL geriebener Meerrettich

2 EL Honig

2 Chilischoten

2 EL geriebene Kurkumawurzel

1/4 Teelöffel schwarzer Pfeffer

Alle Zutaten, bis auf den Apfelessig, in ein verschließbares Glas geben. Anschließend mit dem Apfelessig auffüllen und gut schütteln. Glas verschließen und zwei Wochen kühl stellen, während derer gelegentlich geschüttelt werden sollte. Abschließend abseihen und die größtmögliche Flüssigkeitsmenge aus der Mischung herausquetschen. Die Flüssigkeit in eine Flasche abfüllen. Kühl ist sie über mehrere Wochen haltbar.

Dosierung: Anfangs einen Esslöffel, mit Wasser verdünnt. Bei akuten Infektionen 5 – 6 mal täglich. Dosis bei Bedarf und guter Verträglichkeit langsam auf maximal 20 ml erhöhen. Bei Halsschmerzen auch zum Gurgeln anwendbar.

Nach einer konventionellen antibiotischen Behandlung braucht die Darmflora ca. ein Jahr, um sich zu regenerieren. Es empfiehlt sich im unvermeidlichen Falle eine begleitende, zeitlich versetzte Einnahme von Probiotika, probiotischen, wie fermentierten Lebensmitteln und Ballaststoffen, um die überlebenden guten Bakterien bei Laune zu halten. Und natürlich Entspannung. Denn auch unsere Mikrobiota braucht ihre Ruhe.

Andere Medikamente

Tabletten

Nicht nur die Leber ist für die Verstoffwechslung von Medikamenten zuständig. Auch unsere Darmbakterien sind maßgeblich daran beteiligt.

Die Bioverfügbarkeit, also die Fähigkeit zur Entfaltung des gewünschten Wirkspektrums, kann, je nach Bakterienaufkommen in individuellen Mikrobiota, völlig unterschiedlich sein. Danach kann die Wirkung begünstigt, abgeschwächt oder sogar verstärkt werden.Wenn ein Patient also nicht oder nur unzureichend auf eine medikamentöse Therapie anspricht, kann das daran liegen, dass die entsprechenden Bakterien in seiner Darmflora fehlen. 

Leider ist momentan noch nicht bekannt, welche Spezies für welches Arzneimittel zuständig ist. Oder, besser gesagt, welche Spezies sich des Fremdlings erbarmt, denn physiologischer Weise überschreitet die Verarbeitung derartiger Chemiecocktails den Kompetenzbereich unseres gesamten Körpersystems.

Zusatzstoffe in Medikamenten und Lebensmitteln

Emulgatoren haben eine Affinität sowohl zur fettigen als auch zur wässrigen Komponente einer beide Eigenschaften kombinierenden Substanz. So verbinden sie unter normalen Umständen Unvereinbares zu einer homogenen Masse. Ohne Emulgatoren würde sich Vermischtes schnell wieder zurück in seine zwei Phasen auftrennen. Leider kollabiert unter dem emulgierenden Einfluss unsere Darmschleimhaut auf einen dünnen Film. Dadurch verlieren die dort ansässigen Bakterien ihren Halt. Es kann zu Entzündungen und autoimmunen Prozessen kommen. Wir kennen das von Cremes, Spülmittel und Fertig-Salatsaucen, und anderen künstlichen Produkten.

Sogar Spülmittel können mit der Darmschleimhaut in Kontakt kommen. Salatsauce also besser selber mixen (Vinaigrette), und Geschirr nach dem Abwaschen unter fließendes Wässer halten, damit Spülmittelreste verschwinden, die sonst im Darm weiterhin Fett lösen würden.

Es heißt ja, alle besonders bunten Gemüse- und Obstsorten seien besonders gesund. Das trifft auch zu, aber es verleitet zu der Annahme, dass dies auch für verarbeitete Stoffe gelten könne. Die sehen gefärbt ja auch viel schmackhafter aus. Zum Beispiel fettarme Milch, die ohne Zusatz von künstlichem Weiß in Form von Titandioxid, ziemlich wässrig daher käme. Das Auge isst halt mit. Die meisten besonders weißen Färbungen und Überzüge von Lebensmitteln und Medikamenten enthalten Titandioxid, das insbesondere wegen seines Aufkommens in Nanopartikeln gefährlich für die Darmwand ist. Nanopartikel können Zellwände durchdringen und ungebeten in Stoffwechselprozesse eingreifen.

Alle ungekühlt gelagerten Lebensmittel enthalten höchstwahrscheinlich Konservierungsmittel, sonst würden sie viel schneller verderben, als es das Mindesthaltbarkeitsatum verspricht. Natürlich haben auch Konservierungsstoffe Einfluss auf den Darm. Sie sollen zwar primär das Keimwachstum in den Lebensmitteln verhindern, doch leider wirken sie nach dem Verzehr weiter und unterbinden so die natürliche Vermehrung der Darmbakterien.

Alle deklarierten E-Stoffe in den Ingredentien sind also mit Vorsicht zu betrachten.

Gluten ist ein Thema, das ganze Bücher füllt, deshalb gehe ich hier darauf nicht näher ein, verweise aber gern auf einschlägige Literatur. Nur kurz: Gluten zerstört nachweislich die natürliche Darmbarriere und kann somit ein leaky gut begünstigen.

Lesetipps: Dr. William Davis „Weizenwampe“*, Dr. David Perlmutter „Dumm wie Brot“*

Anhaltender Stress (Reizdarm, Trauma) kann sich genauso verheerend auf die Zusammensetzung der Darmflora auswirken wie ein Antibiotikum.

Dysbiose - Chaos im Darm

Urwald
Eine artgerechte Ernährung kann das Ökosystem Darm ebenso bei Laune halten wie jenes dieses Naturwaldes

Angesichts dieser allgegenwärtigen Faktoren ist es nicht unbedingt leicht, dieses fragile Ökosystem konstant aufrecht und gesund zu erhalten. Läuft das Verhältnis zwischen gesunden und pathogenen Stämmen im Darm aus dem Ruder, spricht man von eine Dysbiose. Leider sind in der zivilisierten Welt mittlerweile 15 Prozent betroffen.

Sie kann sich in verschiedensten Symptomen äußern:

Verdauungsbeschwerden (Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Schmerzen)

Nahrungsunverträglichkeiten und –intoleranzen

Immunsystemische Krankheiten (Rheuma, Asthma, Lupus u.a.)

Des Weiteren kann sich eine Dysbiose auf die Stimmung (Depressionen) und auf den Schlaf auswirken. Eine besonders starke Dysbalance kann bei Betroffenen ADHS; Autismus und sogar Alzheimer begünstigen.

Dabei sind Beschwerden im Magen-Darm-Trakt nicht ausschlaggebend. Das heißt, ein Mensch mit rheumatischen Symptomen muss nicht zwangsläufig Verdauungsprobleme wahrnehmen, und dennoch kann die Ursache im Darm begründet liegen.

Petrischale wird beimpft
Auf Petrischalen bilden nur aerobe Bakterien Kolonien.

Woher weiß ich, welche Bakterien sich in meinem Darm tummeln? Ein dieser Frage nachgehender Arztbesuch lässt mich mit zwei, mit frischem Kot vollgestopften Röhrchen erneut in der Praxis erscheinen, die dann ihrerseits die Proben ins dafür ausgerüstete Labor schickt. Das Ergebnis beinhaltet alle bis dahin überlebenden, und damit nachweisbaren Mikroben. Doch was geschieht mit jenen anaeroben Bakterien, die, sobald sie mit Sauerstoff in Berührung kommen, absterben? Die fallen bei dieser Art der Analyse unter den Tisch. Leider betrifft das den größten Teil, nämlich 85 bis 90 Prozent unserer Darmflora. Auf diese klassische Art der Stuhlanalyse lassen sich zwar in akuten Krankheitsfällen die wichtigsten Störenfriede ausmachen, eine umfassende Einsicht in die Diversität meines Mikrobioms bekomme ich so jedoch nicht.

Der genetische Stuhltest hingegen kann die Gesamtheit unserer kleinen Mitbewohner erfassen, denn die DNA lässt sich auch an toten Bakterien bestimmen. Für biomes* genügt eine Stecknadelkopf-große Menge deines Stuhls, um dir innerhalb weniger Wochen ein umfassendes Bild deines Mikrobioms zu liefern.

Dabei werden Faktoren, wie Geschlecht, Gewicht, Ernährungsstil u.a. berücksichtigt, wodurch ein individuelles Darmflora-Profil erstellt werden kann. Du erfährst detailliert, wie es in deinem System um Prozesse und Zustände, wie Vitaminsynthese, Verdauung, Immunstärke, Kalorienverwertung und Neigung zu Unverträglichkeiten bestellt ist. Biomes* lässt dich nicht mit dem Befund im Regen stehen. Du bekommst Erklärungen, warum deine Darmflora bestimmte Defizite aufweist und individuelle Empfehlungen, wie und womit du den Status quo deines Darmlebens verbessern kannst.

Die Darm - Hirn - Achse

Die Verbindung und die Kommunikation zwischen Darm und Hirn ist ein noch sehr junges Forschungsgebiet. Dass der Darm jedoch über ein eigenes Nervensystem verfügt, das für mehr als reine Schmerzrezeption verantwortlich ist, ist mittlerweile unumstritten, und so steht ihm der Name Bauchhirn rechtmäßig zu.

Nervus Vagus - Standleitung zwischen Hirn und Darm

Der Nervus vagus, der 10.Hirnnerv, stellt die Verbindung zwischen Darm und Gehirn her. Wenn man berücksichtigt, dass 90 Prozent der Informationen vom Darm Richtung Hirn gehen, in die andere Richtung aber nur 10 Prozent, stellt sich die Frage, warum denn der Darm nur das zweite, und nicht das erste Gehirn ist, da er doch so viel mehr zu sagen hat? Evolutionär betrachtet, ist der Darm das erste Hirn, denn er war zuerst da. Und es lässt sich ohne Hirn leben, nicht jedoch ohne Darm.

Nicht nur die Darmwand ist dicht innerviert, selbst ins Darminnere ragen die Nervenendigungen hinein, um sich einen aktuellen Eindruck vom dort herrschenden Milieu verschaffen zu können.

Über den Nervus Vagus, der seine Tentakel in fast alle Bereiche ober- und unterhalb des Zwerchfelles gestreckt hat, werden Informationen in beide Richtungen ausgetauscht.

Was war das ursprüngliche Problem? Eine Dysbiose mit dem Ergebnis nachlassender Neurotransmitter-Synthese durch die zuständigen Darm-Mikroben, und damit stimmungsverdunkelnder Wirkung aufs Hirn, oder ein gestresstes Gehirn, das seine Neurotransmission gedrosselt, und den Darm somit negativ beeinflusst hat?

Dass der Darm unser Denken beeinflusst, sagt uns schon das „Bauchgefühl“. Das Bauchgefühl spricht schneller auf einen Reiz an als das Gehirn, das erst noch reflektieren muss, bevor es reagiert. In der Traumaforschung heißt es, dass sich Stress zuerst im Bauch manifestiert.

Der Darm ist ein Organ, das in seiner Komplexität dem menschlichen Gehirn in nichts nachsteht.

Die folgenden Bakterienarten können in Hinsicht auf ihre Funktion für eine Zusammenstellung eines probiotischen Präparates interessant sein.

Und tatsächlich habe ich zwei Präparate entdeckt, die jene vielversprechenden Spezies enthalten, ohne mit unnötigen Füll- und Zusatzstoffen belastet zu sein. Die jeweils gefriergetrockneten Bakterienstämme befinden sich in einer reinen Zellulosekapsel. Sie lassen sich auch wunderbar zum Fermentieren von beispielsweise Cashewfrischkäse verwenden.

PROBIONA PLUS* und FLORA BIFIDO LACTO*

Wer seinen Darm verlässlich und zeitnah mit diesen Mikroben besiedeln will, kann auf folgende Methode zurückgreifen:

Dr. David Perlmutter * beschreibt in seinem Buch „Scheiß schlau“ *, wie er seinen Asperger- und Tourette-Syndrom-Patienten Einläufe mit bestimmten Bakterien verabreichen lässt, woraufhin deren Symptomatik innerhalb weniger Stunden stark nachlässt. Dies zeigt, welchen enormen Einfluss die Darmflora auf unser Gehirn hat.

Da Bakterien hauptsächlich im Dickdarm ansässig sind, klingt ein probiotischer Einlauf bei Vorliegen einer Dysbiose, und damit einhergehenden Komplikationen, durchaus logisch.

Natasha Campbell McBride * verfolgt einen von oral ausgehenden Ansatz. In ihrem Bestseller „GAPS“ * schildert sie, wie alle von ihr untersuchten Asperger-Patienten ein ähnlich defizitäres Mikrobiom aufwiesen, welches einer einseitigen Ernährung geschuldet war Dieses wurde durch eine drastische und langfristige Ernährungsumstellung auf naturbelassene, die Darmwand regenerierende, Nahrung um erwünschte Mikroben erweitert, und ließ damit alle relevanten Symptome nachhaltig verschwinden. Dabei konzentrierte sie sich initial auf die tägliche Verabreichung von Knochenbrühe, welche alle mark- und knorpelhaltigen Strukturen mit einbehalten sollte. Knochenbrühe sei Balsam für die Darmwand. Denn die in ihr enthaltenen Mineralien, die durch langes Kochen aus den Knochen gelöst werden, sind in dieser bioverfügbaren Form für die Regeneration des Darmes unentbehrlich 

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