Wie alles begann

Guten Tag! Mein Name ist Hedda Albrecht. Ich bin die Frau hinter dem Tresen der HeilBAR, und freue mich dich begrüßen zu dürfen!

Wenn du magst, lies hier, wie es mir erging:

Erstmals ins Bewusstsein gelangten mir meine Flatulenzen vor 25 Jahren, als ich mich zufällig genau in diesem Alter befand. Damals hatte ich gerade von einer Vierzig-Stunden-Beschäftigung mit viel Bewegung in eine vorwiegend sitzende Tätigkeit gewechselt. Bis dahin waren mir oben genannten Probleme fremd gewesen.

Auf die Idee, einen Zusammenhang herzustellen, kam ich erst ein halbes Leben später. Denn jener Wechsel ging so ungefähr mit einer zwangsläufigen, dem Mauerfall geschuldeten Ernährungsumstellung einher. Plötzlich gab es auch in der DDR viel mehr Auswahl an Leckereien, und auch die mir vertrauten, ehemals relativ natur-belassenen Lebensmittel, fortan mit reichlich Konservierungsstoffen. 

Pollenimmigration

Dennoch führte ich meine scheinbar aus dem Nichts eintretende Pollenallergie auf die ungewohnten Abgase zurück. Das meiner Nase vertraute, und somit kaum mehr wahrnehmbare Benzin-Öl-Gemisch-Aroma für Trabbi und co. wich zunehmend Diesel- und Benzinabgasen. Diese konnte ich riechen, und schließlich ging es um meine Nase, die den ganzen Tag derart kribbelte, dass ich innerhalb von vierundzwanzig Stunden mehrmals bis zu achtmal am Stück niesen musste, was sich zwar positiv auf die Bauchmuskulatur auswirkte, aber ansonsten enorm erschöpfend war.

Eine dreijährige Desensibilisierungskur, die auf die Diagnose „Gräserallergie“ folgte, schaffte keine Abhilfe, aber saisonale Cortisonspritzen machten mir die folgenden Sommer erträglich.

Anstieg der Gasproduktion

Einen auffälligen Quantitätsanstieg, aber dennoch für mich keinen erkennbaren Zusammenhang, erfuhren meine Blähungen, als ich nach den sitzenden Arbeitstagen zusätzlich das Abendgymnasium besuchte, und somit weitere vier Sunden täglich bewegungslos verharrte. Im Glauben an eine mögliche Fruktoseunverträglichkeit, die gerade salonfähig wurde, strich ich meine geliebte Apfelsaftschorle von meiner Getränkeliste.

Ich verbrachte viel Zeit auf diversen Toiletten, um die Lüfte, die sich besonders in den Abendstunden akkumulierten, loszuwerden. Doch jedes Mal hatte ich das Gefühl, dass hinter dem Korken, der vermeintlich die Luft gefangen gehalten hatte, immer noch mehr übel riechende Gase warteten. 

Immerhin vermochte ich zu jener Zeit noch die Lautstärke der austretenden Plagegeister zu steuern. Als mir das mit fortschreitendem Alter immer weniger gelang, und das Unheil in einem Furz während eines Rendezvous eskalierte, suchte ich nach einem ermutigenden Gespräch mit einer ähnlich betroffenen Freundin eine gastrointestinale Praxis zwecks Darmspiegelung auf. 

Da die behandelnde Ärztin aus Erfahrung mit keinem Erklärung gebenden Ergebnis rechnete, und ich mich ohnehin vor einer versehentlichen Darmwandperforation fürchtete, entschloss ich mich gegen diese Maßnahme.

Irgendwann hatte ich mich mit meinem Schicksal arrangiert. Die Tatsache, dass die Winde besonders dann vermehrt wehten, wenn ich abendsoziale Aktivitäten geplant hatte, deutete auf einen Reizdarm hin. Da könne man nichts machen.

In ganz verzweifelten Phasen verzichtete ich phasenweise experimentell auf fruktosehaltige Nahrungsmittel, aber als dann auch noch die FODMAPS populär wurden, wurde mir die Sache zu kompliziert. Lieber sagte ich Verabredungen ab, als mir Tabellen in die Küche zu hängen. Und überhaupt gibt es doch in diesem Ozean des Internets so viele Diätformen wie Fischarten. Wie also soll man da die ausgerechnet richtige finden?

Mutig mit Mikroben

Das Geschenk meiner Schwester, Guilia Enders´ Bestseller „Darm mit Charme“*, ließ ich zunächst einstauben, bevor ich, eher genötigt, darin begann zu lesen, um es dann doch vor Erreichen der letzten Seite nicht mehr aus der Hand zu legen. 

Wenn der Mikrobiomtausch bei Mäusen mit dem Ergebnis funktionierte, dass sich mit den Mikroben auch die Charaktere der Versuchstiere änderten, dann könnte ich mit einer Stuhltransplantation zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen! Ich fragte meine stets mutige Freundin, ob sie sich für so einen Fall als Spenderin zur Verfügung stellen würde. Denn ich war eine ängstliche, eher depressive Maus.

Wegen meiner ebenso lange bestehenden Schlafprobleme suchte ich eines Tages mal wieder und mit etwas neuer Hoffnung eine andere, mir empfohlene, angeblich tolle, ganzheitliche Ärztin auf. Jene wollte mit einer Darmsanierung beginnen. Ich ließ mich darauf ein, schickte drei Stuhlproben an ein spezielles Labor und hielt mich an die Empfehlungen, die auf das Ergebnis folgten. 

Ernährungsexperimente

Es sollte eine langwierige und kostspielige Angelegenheit werden. Diverse Probiotika in verschiedenen Phasen zu bestimmten Zeiten. Ich ernährte mich mittlerweile vegan. Rüdiger Dahlke hatte mich mit seiner „Peacefood„*-Idee angesteckt. Doch die Darmproblematik blieb bestehen. Ich entdeckte Boris Lauser und wurde auf Rohkosternährung neugierig. Kaufte mir sein Buch und fing sofort an. Verstaute alle Töpfe und Pfannen im Keller, wie Victoria Boutenko*.

Die Blähungen nahmen zu, die Anzahl der täglichen Stuhlgänge jedoch auch. Mein Gewicht hingegen nahm ab. Eine für mich unerwünschte Nebenwirkung. Allerdings muss ich gestehen, dass der Ansatz eines präklimakteriellen Rettungsringes, der sich inzwischen, Gluten-sei-Dank, auch bei mir gebildet hatte, komplett verschwand.

Und als ich mich endlich den Fermentationsvorschlägen aus Lausers Buch* widmete, überdies Paul Seelhorst und seine fairment* – Idee entdeckte und spontan begann selbst zu fermentieren, wendete sich das Blatt endlich in Richtung Gesundheit.

Denn es gibt da auch noch eine übergeordnete Sache. Eine, von der so viele Menschen betroffen sind, oft ohne es zu wissen. Doch mehr dazu an anderer Stelle.

In all den Jahren des Suchens eignete ich mir das Wissen an, das ich hiermit weitergeben möchte.

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