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Nebennierenschwäche – die Erschöpfung hat einen Namen

Die Nebennierenerschöpfung, die Adrenal Fatigue, hat als Folge der kontinuierlichen Stresszunahme in unserer zivilisierten Welt mittlerweile 80 Prozent der Bevölkerung ergriffen. Mit mehr oder weniger ausgeprägten Symptomen. Die meisten Betroffenen wissen es gar nicht, und kämpfen Tag für Tag gegen die Erschöpfung an. Die Adrenal Fatigue ist heimlich zur Epidemie avanciert.

Wie den meisten Zivilisationskrankheiten, liegt auch der Nebennierenerschöpfung Stress als häufigste Ursache zu Grunde. 

Stress damals und heute

Dass unser Stresspegel heutzutage sein Limit gern überschreitet, ist allgemein bekannt. Stress ist eine Volksseuche. Obwohl man sich fragen könnte, warum denn nur? Denn verglichen mit den Gefahren zu Zeiten des Säbelzahntigers, dürften wir heute eigentlich nur müde gähnen. Damals, in der Steinzeit, betrug das Verhältnis zwischen realem Stress und Ruhemodus 3:7.

Heute ist es umgekehrt. Auch wenn der Stress damals, objektiv betrachtet, wirklich lebensbedrohlichen Charakter hatte, war er längst nicht so schädigend wie unser moderner Stress, da die Jäger und Sammler ihren Kampf- und Fluchtimpulsen noch gezwungen waren nachzugehen. Denn sie wollten überleben. Und damit verbrauchten sie die bereitgestellten Hormone auch, so dass deren Pegel anschließend wieder auf ein normales Maß absinken konnte.

Heute wird stillgehalten. Nichts mit Kampf oder Flucht. Kampf allenfalls aus der geschützten Fahrgastkabine des Autos in Form von Nötigung anderer Verkehrsteilnehmer. Oder gegen sich selbst. Ansonsten Ruhigstellung mit Medikamenten.

Die Stresshormone tummeln sich aber dennoch weiter im Blut und richten dort Schaden an.

Möglicherweise könnte es so einfach sein: Die Tierwelt gibt sich diesen physiologischen Mechanismen noch immer hin. Kognition ist diesbezüglich nämlich ein klarer Nachteil. Eine Ente schlägt nach einem heftigen Streit mit Artgenossen kräftig mit den Flügeln, und kehrt anschließend, wieder entspannt, zur Tagesordnung zurück. Die Adrenalinkonzentration in ihrem Blut lässt rasch nach. Langzeitstress in Cortisol-Begleitung gibt es für Tiere allenfalls in der Gefangenschaft einer Käfighaltung. 

Ente schlägt mit den Flügeln
Die Ente schüttelt ihren Stress unmittelbar ab

Die Stressreaktion

Kurzfristiger Stress

Stress ist sehr individuell und subjektiv. Ob und wie sehr etwas als Stress empfunden wird, hängt unter anderem ab von der Resilienz des/der Betroffenen.

Die akute Stressreaktion wird vom Symphaticus gesteuert. Eine biochemische Antwort auf einen über fünf Sinne wahrgenommenen Reiz wird im limbischen System bewertet. Wenn das Gehirn die Lage als gefährlich einstuft, geben die Zellen des Nebennierenmarks, das direkt an das sympatische Nervensystem gekoppelt ist, Adrenalin und Noradrenalin ins Blut ab.

Nach Abklingen der vermeintlichen Gefahr bremsen die Gegenspieler GABA, Serotonin und Glycin das Stresssystem aus.

Chronischer Stress

Niere mit Nebenniere
Die Nebennieren sitzen den Nieren wie Mützen obenauf

Bei länger anhaltendem Stress übernimmt die Nebennierenrinde die Regie, indem sie Cortisol ausschüttet. Dieser etwas zeitverzögerte Prozess fungiert als Verstärker für das Adrenalin, und stellt mit seiner größeren Latenzzeit Energie für eine länger andauernde Stressphase und höhere Beanspruchung des Körpers bereit.

Die Steuerung der Cortisolsekretion erfolgt hormonell über die sogenannte Nebennierenachse: Der Nebennierenrinde wird ein Stresszustand durch die Hypophyse gemeldet. Die wiederum bezieht ihre Information vom Hypothalamus, der seinerseits direkten Draht zum Hirn hat.

Wichtig zu wissen ist, dass es im Hypothalamus-Hypophysen-Regelkreis eine negative Rückkopplung gibt, die bewirkt, dass bei steigendem Cortisolspiegel der Nachschub gebremst wird. Dieses Phänomen ist bei Verabreichung und Dosierung wirkähnlicher Substanzen zu beachten, wie es beispielsweise für Cortisonpräparate zutrifft.

Die körperliche Antwort auf
chronischen Stress

1. Nebennierenrinden-Reizung / Hypercortisolismus

In einer ersten langanhaltenden Stressphase ist der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht. In dieser Phase ist oft nur ein das Überleben sichernder Notschlaf möglich. Dann springt sofort die Gedankenspirale an. Dieser Hypercortisolismus kann Bluthochdruck, Gewichtszunahme und Insulinresistenz nach sich ziehen, denn Cortisol ruft auch stets Insulin mit ins Geschehen. Schließlich geht es ums Überleben, wofür die Leber, animiert durch das Cortisol, entsprechende Mengen an Glukose zur Verfügung stellt. Bei deren Nichtverwendung auf Grund heutzutage ausbleibenden Kampfes muss das Insulin die Glukose wieder aus dem Blut beseitigen. Wenn sich dieser Prozess oft vollzieht, ist nachvollziehbar, dass auch die Bauchspeicheldrüse bald schlapp macht.

2. Nebennierenrinden-Erschöpfung

Wenn die Nebennierenrinde auf Grund pausenloser Forderung erschöpt ist, stürzt der Cortisolspiegel irgendwann ab. Dies hat zur Folge, dass Betroffene sich schon morgens so müde fühlen, dass sie nur mit äußerster Willenskraft ihrem Tageswerk nachgehen können. In dieser Phase tendiert der Blutdruck zu niedrigen Werten und es erfolgt eine ungewollte Gewichtsreduktion. Weitere Symptome können übermäßige Licht- und Berührungsempfindlichkeit sein.

Die Übergänge zwischen den Phasen sind, wie in jedem individuellen System, fließend.

Bei Bestehen einer Nebennierenerschöpfung ist das Cortisol schon am Morgen niedrig und steigt erschwerend nachts an

Symptome eines Cortisolmangels

  • Stressintoleranz, geringe Belastbarkeit, schnelle Erschöpfung und Erschöpfungszustände

  • Lärm- und Geräuschempfindlichkeit → zunehmender Rückzug und Isolation, depressive Zustände

  • Heißhunger auf Süßes oder Salziges –→ der Körper hofft hierin irrtümlich auf Nährstoffe, und leert die Speicher damit noch weiter gesteigerte Schmerzempfindlichkeit

  • Energietief am Morgen und späten Nachmittag → Konsum von Kaffee und anderen anregenden Mitteln soll zum Durchhalten

  • Neigung zu Allergien, Erkältungen

Wie schon eingangs erwähnt, war die Menge an Stresssituationen pro Tag, wie sie heute beinahe üblich sind, von der Natur nicht eingeplant. Ein hoher Cortisolspiegel über längere Zeit ist jedoch erschwerenderweise ein Signal für Serotonin, herunterreguliert zu werden.

Dies führt zu gereizter Stimmung und zu Schlafstörungen. Darüber hinaus wird bei Serotoninmangel der Darm in Mitleidenschaft gezogen. In der Konsequenz folgen Ängste, Depressionen und chronische Erschöpfung, die weiterem Stress Vorschub leisten. Ein Teufelskreis schließt sich.

Cortisol als Sündenbock

Cortisol wird allgemein als Stresshormon verteufelt. Dabei schützt es uns doch eigentlich vor Stress, denn es erhöht unsere Stresstoleranz. Ein Überleben ohne Cortisol wäre nur unter optimalen äußeren Bedingungen möglich, ein praktisch nicht erreichbarer Zustand. Des Weiteren ist es für Schmerzkompensation zuständig.

Ein hoher Cortisolspiegel am Morgen lässt uns munter aus den Federn springen und uns die Aufgaben des Tages bewältigen. Gegen Abend fällt die Kurve idealerweise ab, um vom Schlafhormon Melatonin abgelöst zu werden.

Cortisolkurve einer gesunden Nebennierenrinde
Cortisolkurven-Verlauf einer gesunden Nebenniere. Mehr oder weniger starke Kurveneinbrüche im Tagesprofil erfolgen physiologischerweise nach den Mahlzeiten.

Cortisol als Nährstoffräuber

Die äußerst ungünstige Begleiterscheinung einer Stressreaktion ist der immens hohe Verbrauch an Nährstoffen, die bereit gestellt werden müssen, um die jeweils erforderliche Leistung zu erbringen. Ob Kampf oder Flucht tatsächlich stattfinden, ist unserem Körper egal. Er macht seinen Job und zieht die Energie von allen nicht fürs Überleben notwendigen Systemen ab.

Die Nährstoffe werden für die Bildung von Adrenalin und Cortisol benötigt. Leider werden auch Serotonin, Dopamin und andere Neurotransmitter verbraucht. Die Folgen sind auf lange Sicht verheerend. Mikronährstoffe fungieren im Hormonstoffwechsel außerdem als Kofaktoren und Enzyme.

Ursachen der Adrenal fatigue

Die Ursachenforschung ist wohl die größte Herausforderung. Sie ist jedoch die Basis, denn nur die Beseitigung der Ursachen macht wirkliche Heilung möglich.

  • Stressreicher Lebensstil

  • einseitige Mangelernährung

  • Dysbiose im Darm: Der Darm bringt immerhin nicht weniger als zwanzig verschiedene Hormone hervor. Durch falsche Ernährung kann das Mikrobiom schnell in eine Schieflage geraten, so dass die für die jeweilige Hormonsynthese zuständigen Bakterien dezimiert werden oder ganz ausfallen können.

    Doch auch und besonders Stress setzt unserer Darmflora zu.

    Ob der Stress Resultat eines selbstgewählten Lifestyles ist, oder Folge von  Traumatisierungen, spielt für unseren Organismus keine Rolle.

Willenskraft ist nicht genug

In jungen Jahren kann der übermäßige Verbrauch an Nährstoffen, der mit langen Stressphasen einhergeht, durch andere Hormonsysteme kompensiert werden. Doch irgendwann, bei Frauen spätestens mit Eintreten der Wechseljahre, quittieren auch die ausgleichenden Systeme ihren Dienst, was den Stress noch deutlicher wahrnehmbar macht. Ein stressbedingt gesunkener Testosteronspiegel macht auch Männer weniger stressresistent. Man fühlt sich mit den Jahren trotz gleichbleibender Stresskurve zunehmend dünnhäutig.

Die Katze beißt sich in den Schwanz, wenn der aus zu wenig Schlaf resultierende Energiemangel zu weiterem Stress führt, welcher die Schlafqualität zunehmend herunterfährt, um dem Stress damit noch mehr Feuer zu geben.

Diagnostik

Normwerte für Cortisol

Morgens 6-14,6

Mittags 5-11

Abends 2,5-6,0

Gesamtcortisol: 30-40mg

Verlauf der Cortisolkurve bei körperlicher Anstrengung
Sportliche Aktivitäten regen die Cortisolproduktion an, weshalb Nebennierengeschwächte ihre Sporteinheiten in die Morgen- oder Vormittagsstunden verlegen sollten.

Therapie

Trotz eines naheliegenden Verdachts führt es selten zum Ziel, den Focus auf nur ein Hormon zu richten. Stets sollten alle Beteiligten ins Auge gefasst werden. Unser Hormonsystem ist fragil wie ein Mobile. Gerät eine Komponente aus dem Takt, wirkt sich das auf das gesamte System verändernd aus.

Mobile für Babys
Das Zusammenspiel aller Hormone ist sehr sensibel

Das Hormonsystem ist eine Art Kooperative. Treu engagiert es sich für unseren Körper. Arbeitet eine unserer endokrinen Drüsen nicht effizient, ist das System bestebt, diesen Mangel auszugleichen. Die Komplexizität des endokrinen Systems bedarf generell des geschulten Blickes eines Spezialisten. Nicht allein dafür, ernste Erkrankungen, wie beispielsweise das Cushing Syndrom, Morbus Addison oder ein Karzinom aufzudecken.

Ausgleich der Nährstoffmängel

Eine Nebennierenschwäche fordert beispielsweise drei bis fünfmal mehr Vitamin C, als dies ein gesunder Körper bräuchte. Auch mit B-Vitaminen und Magnesium ist der Organismus in dieser extremen Stoffwechsellage unterversorgt. All jene Vitamine und Mineralstoffe, die zur Hormonsynthese benötigt werden, müssten dem Körper ergänzend zur Verfügung gestellt werden.

Fatalerweise neigen wir jedoch dazu, uns gerade in Stressphasen noch defizitärer zu ernähren; sei es aus Zeitgründen, oder weil unser Körper nach vermeintlich Energie spendenden Nahrungsmitteln giert.

Wichtig ist hier zu wissen, dass nur eine Vollblutanalyse die wahren Mängel aufdecken kann. Die in der Schulmedizin praktizierte Serumanalyse vermag nur extrazelluläre Defizite zu diagnostizieren, nicht jedoch jene in der Zelle, in der die meisten Nährstoffe ihr Wirkspektrum entfalten.

Doch selbst, wenn die Lücken offengelegt wurden, kann eine nun angepasste Therapie mit Nahrungsergänzungsmitteln nur erfolgreich sein, wenn das Darm-Mikrobiom gesund ist, denn für eine ungehinderte Resorption der supplementierten Nährstoffe braucht es bestimmte Bakterien. Fehlen diese, was sich in einer ausbleibenden Verbesserung des gesundheitlichen Zustands bemerkbar macht, kann eine Infusion mit Nährstoffen sinnvoll sein.

Stressreduktion

Das sagt sich so leicht. In vielen Fällen wird der Körper deshalb in Form eines sogenannten Burnouts in die Knie gezwungen. Interessant zu wissen, dass diesem allgemein als psychisches Phänomen etablierten Krankheitsbild eigentlich eine körperliche Ursache zu Grunde liegt. Wenn auch letztere wiederum das Resultat einer vorhergehenden, lang anhaltenden Stressbelastung sein mag.

Eine hormonelle Dysbalance ist in diesem Kontext also das körperliche Äquivalent zum Nervenzusammenbruch.

Empfehlungen wie: “Du musst dich nur zusammenreißen!” können nur aus Mündern stammen, die mit derartigen Problemen keine Berührungspunkte haben. Es ist quasi unmöglich, sich als Nichtbetroffene/r in den Zustand eines Burnouts einzufühlen. 

Wichtig zu wissen, dass Stressoren zur Vermeidung eines Rückfalls, auch nach Besserung der Symptomatik, dauerhaft reduziert werden müssen, da der Körper nach der Regeneration einer Nebennierenerschöpfung sehr viel sensibler auf Stress reagiert, als zu jener Zeit, als die Welt noch in Ordnung war. 

Dies kann eine gravierende Änderung des Lebensstils erforderlich machen. 

Bioidentische Hormone

Die Behandlung mit bioidentischen Hormonen sollte unbedingt therapeutisch überwacht werden, auch wenn Cortisolcremes in Form 0,5%iger Hydrocortisonpräparate rezeptfrei in Apotheken erhältlich sind.

Die Dosis transdermal verabreichte Dosis muss sich unter 3mg belaufen, damit das der Nebennierenrinde übergeordnete Hypothalamus-Hypophysen-System keine Rückkopplung auslöst, was die körpereigene Cortisolproduktion noch weiter absenken würde. 

Adaptogene und Wärme

Adaptogene sind biologisch aktive Pflanzenstoffe, die den Körper bei der Stressbewältigung unterstützen können. Ashwaganda*, Ginseng oder Rosenwurz* sorgen morgens für eine bessere Stresstoleranz und tragen zur Normalisierung der Körperfunktionen bei.

Begleitend ist Wärme sinnvoll, z.B. mit Wärmflaschen oder reinem Händeauflegen.

Die Vitalstoffkombination Intercell Adrenal* ist eigens für den Fall einer Nebennierenerschöpfung zusammengestellt worden. Dieses Nahrungsergänzungsmittel stellt dem Körper genau jene Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren zur Verfügung, die er durch den Dauerstress verloren hat, und unterstützt ihn so gezielt bei seiner Regeneration.

Moderate Bewegung

Kiefernwald im Sommer
Waldbaden für die Nebenniere

Bewegung ist immer gut für den Körper. Im Falle einer geschwächten Nebenniere gilt dies jedoch nur für nicht anstrengende Bewegung. Wenn Sport, dann moderat. Jede körperliche Anstrengung hebt den Cortisolspiegel auf einen überdurchschnittlich hohen Pegel an, der auch nach längst beendeter Aktivität auf diesem erhöhten Niveau verweilt, und nur langsam wieder abfällt.

Unter Berücksichtigung des Tatbestands, dass eine hohe Cortisolausschüttung am Morgen erwünscht ist, sollten Sporteinheiten in diese Zeit gelegt werden und keinesfalls mehr nach 16.00 erfolgen.

Ideal sind abendliche Waldspaziergänge, denn die Terpene, die Ausdünstungen der Pflanzen, senken den Cortisolspiegel. 

Zwischenmahlzeiten

In Zeiten des Hypes um intermittierendes Fasten mag es widersprüchlich anmuten, nun doch wieder angehalten zu werden, Zwischenmahlzeiten einzubauen. Doch das Absinken des Insulinspiegels und einsetzende Hungergefühle bedeuten für das Nebennierensystem zusätzlichen Stress, den es dringlichst zu vermeiden gilt. Ein Abfall des Blutzuckerpegels zieht nämlich einen ausgleichenden Anstieg des Cortisolspiegels nach sich, damit die fehlende Glukose aus der Leber rekrutiert werden kann. 

Am besten wäre es, den Insulinspiegel weitestgehend konstant zu halten. Schnelle Kohlenhydrate, wie Weißbrot und Nudeln, haben einen hohen glykämischen Index, der das Insulin Achterbahn fahren lässt. 

Der Körper schreit in Stressphasen allerdings nicht grundlos nach diesen Sachen: Er verlangt rasche Energiebereitstellung für Kampf- oder Flucht. Dieses Wissen lässt uns selbst bezüglich mangelnder Disziplin möglicherweise mit etwas mehr Verständnis begegnen.

Verzicht auf anregende Substanzen

 

Goodbye Kaffee! Kaffee bringt zu den ohnehin bestehenden Turbulenzen weitere Unruhe ins System. Auch wenn Betroffene ihn genau aus dem Grund trinken, weil sie sich vom Koffein einen Energieschub erhoffen. Auch schwarzer und grüner Tee sollten, zumindest zu Beginn einer Therapie, von der Getränkeliste gestrichen werden. 

Weitere anregende Stoffe, wie Nikotin, Alkohol und vor allem Zucker, gilt es ebenfalls aus dem Leben einer erschöpften Nebenniere zu verbannen. 

Sie sind allesamt Nährstoffräuber.

Fazit

Grundsätzlich ist es immer besser, unseren Körper in seiner Fähigkeit zur Selbstregulation zu unterstützen, indem wir ihn einfach gut behandeln. Wenn wir ihm gesunde Nahrung zuführen und Schädigendes vorenthalten, ihm die für seine Regeneration notwendigen Pausen gönnen, helfen wir ihm möglicherweise mehr, als wenn wir in den fragilen Hormonstoffwechsel eingreifen.

Weiterführende Literatur

Das Buch “Diagnose: Nebennierenerschöpfung“* von Julia Tulipan und Nadja Polzin, zwei ehemals Betroffene, gibt einen umfassenderen Einblick in diese Thematik.

Medizinischer Haftungsausschluss

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